Die Verzweiflungstat eines alten Mannes sorgte dafür, dass 42 Menschen in Indien aus Zwangsarbeit aus einem Holzbetrieb befreit wurden. Ein Foto hielt den Moment fest – und half so tausenden weiteren Menschen, die Realität von Zwangsarbeit zu erkennen.
Am 2. April 2019 konnten die philippinischen Behörden den 32-jährigen Nelson T. in seiner Wohnung in Cebu City festnehmen. Der philippinische Staatsbürger wurde von Europol wegen der Produktion von Missbrauchsdarstellungen von Kindern sowie deren Verbreitung im Darknet gesucht. Tausende Bilder und Videos wurden sichergestellt.
In Tübingen fand im Juni die fünfte Menschenrechtswoche statt, mit dabei war auch IJM Tübingen. Zum Thema „Moderne Sklaverei- Ein Produkt deines Lebensstandards?“ luden wir die Referenten Marius Maurer von IJM Deutschland, Verena Kaiser von Nager IT, Hannes Brötz von Grüngold Tübingen und Daniel Rauh von Shiftphone ein.
Wenn ich auf das zurückliegende Jahr schaue, bin ich vor allem dankbar. Seit über 20 Jahren befreit IJM mit eurer Unterstützung Tausende Menschen aus Sklaverei und Unterdrückung und tritt für ihre Rechte ein. Insgesamt konnten wir zusammen 50.000 Menschen aus Sklaverei und Unterdrückung befreien. Jede und jeder von ihnen zählt.
In der letzten Aprilwoche wurden 21 Jungen und zwei Mädchen im Alter zwischen sechs und 16 Jahren aus Zwangsarbeit am Volta-Stausee befreit. Nach einer zweiwöchigen Recherche konnte die Polizei mit der Unterstützung von IJM die Menschenhändler verhaften. Doch von den Kindern fehlte zunächst jede Spur...
Innerhalb von nur einem Monat wurden in zwei Fällen drei Menschenhändler in Thailand verurteilt. Es handelte sich um ein Paar aus Myanmar und um einen Mann aus Kambodscha. In beiden Fällen ging es um Arbeitsausbeutung in der thailändischen Fischereiindustrie. Die Verurteilungen sind ein Meilenstein in der Arbeit von IJM in Bangkok.
Am 18. Mai kamen in Frankfurt am Main mehr als 90 Ehrenamtliche aus ganz Deutschland zum Botschaftertag. Ein Tag im Jahr, um sich zu vernetzen und neue Impulse zu erhalten. Highlight: Der persönliche Bericht von Josephine Aparo aus Uganda. Botschafterin Eileen Leistner berichtet und fasst zusammen: Nur gemeinsam sind wir erfolgreich im Kampf gegen Sklaverei!
Frauen gelten in Norduganda als Besitz des Mannes, der über sie verfügt – und das oft durch physischen und psychischen Missbrauch bis hin zu Todesdrohungen und Totschlag. Josephine Aparo, IJM Sozialarbeiterin in Gulu, machte in Deutschland auf die Not der Frauen aufmerksam und wie sie für Veränderung kämpft.
Damru and Hemanthi wollten für sich und ihre Familie ein neues Zuhause bauen. Sie fanden einen Job in der Stadt, um die Schulden abzubezahlen – und endeten in Sklaverei auf einer Hühnerfarm. Sie lebten in ständiger Angst vor dem Besitzer und in Sorge um ihren kleinen Sohn. Eine Begegnung am Bahnhof führte plötzlich zur Befreiung...
Liana wurde von ihrer eigenen Mutter in die Sexsklaverei verkauft. Ihre Geschichte erzählt von unfassbarer Verletzung. Und von Vergebung. Wie gelang dem Mädchen dieser Weg in der Nachsorge?
Immer mehr Kinder werden auf den Philippinen über das Internet sexuell ausgebeutet. Unter den Tätern sind auch Deutsche, die vor ihrem Bildschirm den Missbrauch über Live-Chats dirigieren. Sie bleiben in den meisten Fällen straffrei. Darüber klärte IJM Expertin Evelyn Pingul aus den Philippinen bei einem Expertengespräch auf, zu dem die Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin am 21. Februar einlud.
Wir glauben an das „Wir“! Denn nur gemeinsam können wir Sklaverei bis 2030 beenden. „Wir“ als Gemeinschaft mit allen Mitarbeitern, Ehrenamtlichen, Spendern, Freunden und Interessierten - in Deutschland und weltweit. Zusammen sind wir unterwegs und suchen den Dialog.