Sexuelle Ausbeutung

Jedes Jahr werden weltweit Millionen Frauen und Kinder für Sex verschleppt und verkauft.

Viele Betroffene werden in Bordellen, Clubs, Hotels oder Privathäusern festgehalten und erleben jeden Tag schweren Missbrauch. Menschenhändlerinnen und Menschenhändler locken Frauen und Mädchen oft mit Versprechungen von Wohlstand, Glück oder sogar Liebe. Aber dann zwingen sie sie, ihren Körper zu verkaufen - immer und immer wieder. Oder sie überreden Familien ihnen ihre Töchter mitzugeben und versprechen, die Kinder zur Schule zu schicken. Dort kommen sie nie an, sondern werden tagtäglich brutal ausgebeutet.

Die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Internet ist eine weitere Form der Ausbeutung, die aktuell rasant zunimmt. Sexualstraftäter überall auf der Welt - auch aus Deutschland - bezahlen dafür, sexuellen Missbrauch von Jungen und Mädchen per Livestream anzusehen und über Chats zu dirigieren.

Die Betroffenen werden durch Gewalt und Bedrohung festgehalten. Viele berichteten, dass sie die Hoffnung verloren hatten, jemals Hilfe zu bekommen.

Fakten

  • 6,3 Mio.

    Menschen sind weltweit von sexueller Ausbeutung betroffen.

  • 1,7 Mio.

    von ihnen sind Kinder.

  • 500.000

    Kinder auf den Philippinen sind von sexueller Ausbeutung über das Internet betroffen.

In diesen Regionen befreien wir Menschen aus sexueller Ausbeutung:

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    Europa

    Mit Versprechungen von Wohlstand, Glück und oftmals Liebe locken Menschenhändlerinnen und Menschenhändler insbesondere junge Frauen an, die Armut und Perspektivlosigkeit entkommen wollen. Nahezu ungehindert lassen sie Betroffene in Ländern innerhalb der EU verschwinden, um sie dort sexuell auszubeuten.

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    Philippinen

    Sexuelle Online-Ausbeutung ist eine Form von moderner Sklaverei, die vor dem digitalen Zeitalter undenkbar war. Kinder werden live vor der Kamera sexuell missbraucht. Sexualstraftäter aus der ganzen Welt zahlen dafür - auch aus Deutschland. Die Betroffenen sind meist zwischen zwei und 12 Jahren alt. In vielen Fällen sind die eigenen Eltern, Verwandte oder Nachbarn in das Verbrechen involviert.

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    Bangladesch

    Unter Kriminellen gilt Kinderhandel in Bangladesch als risikofreies Geschäft. Tagtäglich sind sie auf der Suche nach Straßenkindern, Kindern von Sexarbeiterinnen oder aus verarmten Lebensverhältnissen, die dringend Geld benötigen. Mit scheinbar seriösen Angeboten locken sie Mädchen und junge Frauen an, um sie in der kommerziellen Sexindustrie brutal auszubeuten.

Aktuelles aus unserer Arbeit gegen sexuelle Ausbeutung

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Simulierter Ernstfall in NRW: So kann Europa Menschenhandel stoppen

An der Simulationsübung nahmen mehr als 100 Expertinnen und Experten im Einsatz gegen Menschenhandel aus über 20 Ländern teil, darunter aus Deutschland, den Niederlanden, Rumänien, Bulgarien und Polen. Ziel war es, gemeinsam zu trainieren, voneinander zu lernen und die Zusammenarbeit über nationale Zuständigkeiten hinweg zu stärken.

Header Aktionstag 2025

Aufstehen gegen Zwangsprostitution – IJM Aktionstag 2025

Anlässlich des Europäischen Tages gegen Menschenhandel waren am 19.10. wieder viele ehrenamtliche IJM Botschafter/-innen DACH-weit aktiv und verteilten fiktive 80-Euro-Scheine in 15 Innenstädten, teilweise in Zusammenarbeit mit dem lokalen Walk for Freedom. Die Scheine machen auf den unglaublichen Fakt aufmerksam, dass heutzutage immer noch Menschen für durchschnittlich 80 Euro in die Sklaverei verkauft werden.

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