Menschenhandel in Europa

Menschenhandel in Europa

Das Problem

Schätzungsweise 2 Mio. Menschen in Europa leben in Sklaverei.

Europa gilt als Herkunfts-, Transit-, und Zielregion für Betroffene, die über Menschenhandel in sexuelle Ausbeutung und Arbeitsausbeutung geraten. Rumänien und Bulgarien zählen zu den fünf Herkunftsländern innerhalb der EU, die regelmäßig die meisten Betroffenen aufweisen (EU Kommission, 2025). Auch in Polen ist diese Zahl besorgniserregend hoch. Menschen auf der Suche nach besseren Perspektiven für ihr Leben sind besonders anfällig für falsche Versprechen Krimineller von Arbeit, Wohlstand und Glück.

Einmal in ihrer Gewalt, verschwinden die Betroffenen häufig in anderen Ländern der EU, um dort als Arbeitskräfte oder sexuell ausgebeutet zu werden – auch in Deutschland. Während Menschenhandel keine Grenzen kennt, sind staatliche Strafverfolgungsbehörden in ihrer Zuständigkeit an nationale Grenzen gebunden.

Unsere Lösung

Wie setzt sich IJM
gegen Menschenhandel
in Europa ein?

Junge Frau steht mit verschränkten Armen an einer Londoner Straße; roter Doppeldeckerbus im Hintergrund

Seit mehr als 25 Jahren arbeitet IJM weltweit mit Akteuren aus Strafverfolgung und Justiz zusammen, um einige der schwersten Formen von Gewalt zu bekämpfen. Immer wieder haben wir gezeigt: Ein gestärktes Justizsystem, das Gesetze konsequent durchsetzt, schreckt Täter/-innen ab und schützt Menschen vor Gewalt.

Gemeinsam mit Partnern hat IJM das Programm zur Bekämpfung des Menschenhandels in Europa ins Leben gerufen. Die Initiative ist darauf ausgerichtet, die grenzübergreifend koordinierte Zusammenarbeit europäischer Strafverfolgungsbehörden, der Zivilgesellschaft und lokaler Akteure gezielt zu fördern. Dazu kooperiert IJM in Rumänien, Bulgarien, Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und seit 2025 in Polen mit der Polizei und Partnern.

Unser langfristiges Ziel ist es, die Anzahl der Betroffenen von Menschenhandel deutlich zu verringern, indem Täter/-innen strafrechtlich verfolgt werden. Zukünftig wird das Programm auf Ungarn ausgeweitet.

Unsere Strategie

Unsere Theorie der Veränderung: Gemeinsam gegen Menschenhandel in Europa

Das European Anti-Trafficking Programm (EATP) von IJM verfolgt eine ganzheitliche Strategie. Durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit und und systemische Veränderung erreichen wir nachhaltige Ergebnisse.

  • Gemeinsame Fallarbeit

    Wir unterstützen lokale Behörden in Einzelfällen um Betroffene von Menschenhandel zu schützen. Die Fallarbeit zeigt strukturelle Schwachstellen im Rechtssystem auf und schafft praxisnahe Trainingsmöglichkeiten für lokale Behörden und Partnerorganisationen.

  • Grenzüberschreitende Zusammenarbeit stärken

    Um Fälle von grenzüberschreitendem Menschenhandel zu erkennen und strafrechtlich zu verfolgen, fördert IJM die internationale Zusammenarbeit und den Informationsaustausch zwischen Strafverfolgungsbehörden, NGOs und anderen beteiligten Stellen – auch über Landesgrenzen hinweg.

  • Umfassende Nachsorge & Begleitung Betroffener

    Wir begleiten Betroffene von Menschenhandel – rechtlich, psychosozial und traumasensibel. In enger Zusammenarbeit mit lokalen Fachstellen unterstützen wir Betroffene ihre Rechte in Anspruch zu nehmen, bauen Brücken zur Justiz und fördern langfristige Stabilität.

  • Justizsysteme stärken durch politische & strukturelle Veränderung

    Gemeinsam mit Regierungen, Behörden und Betroffenen selbst geht IJM gezielt gegen Schwachstellen in Rechtssystemen vor. Dazu schulen wir zentrale Akteure im traumasensiblen, betroffenenzentrierten Umgang und setzen uns partnerschaftlich ein für gesetzliche Verbesserungen sowie den nachhaltigen Schutz Betroffener.

Unsere Wirkung

In Europa konnte IJM gemeinsam mit Behörden & Partnern bisher:

0
Betroffene von Menschenhandel in Sicherheit bringen.
0
Verurteilungen erwirken.
0
Angehörige von Strafverfolgungsbehörden, Justiz und Zivilgesellschaft schulen.
0
vor dem Krieg in der Ukraine Geflüchtete direkt unterstützen, um sie vor Menschenhandel zu schützen.
0 – 0%
weniger Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung oder Arbeitsausbeutung in sieben Regionen weltweit bewirken.

In diesen Ländern arbeiten
wir in Europa

Rumänien
Bulgarien
Polen
Deutschland, Großbritannien und Niederlande

Samaras Geschichte

Ausgebeutet in Europa

Die Geschichte von Samara aus Rumänien begann als verheißungsvolle Reise ins Glück. Ein Mann, den sie online kennengelernt hatte, versprach ihr die große Liebe und Wohlstand, wenn sie mit ihm käme. Als Samara in sein Auto stieg, ahnte sie nicht, dass ein skrupelloser Menschenhändler das Steuer übernahm.

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Aktuelles über unsere Arbeit in Europa

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