„Es war wie die Hölle.“ Diesen Satz hat Peter Williams oft von Betroffenen gehört, die aus Sklaverei befreit wurden. Er traf Menschen wie Ron, die nach ihrer Befreiung kaum Worte fanden, die erlebte Gewalt zu beschreiben. Trotzdem hat der Jurist Hoffnung – und einen Plan, wie Sklaverei in Thailands Fischereiindustrie gestoppt werden kann.
Shawn Kohl, Leiter des IJM Büros in Rumänien, unterzeichnete zusammen mit Vertretern der Regierungsbehörde zum Nationalen Aktionsplan gegen Menschenhandel (ANITP) ein Abkommen, das ihre Zusammenarbeit regelt. Damit ist die Partnerschaft von IJM und der rumänischen Regierung im Kampf gegen den Menschenhandel offiziell.
Varalakshmi weiß, was es bedeutet, versklavt zu sein. Den Schmerz und die Scham hat sie nicht vergessen. Deshalb kämpft sie heute dafür, dass andere das nicht erleben müssen.
Die Mono Classic Teekanne ist seit 30 Jahren ein Designklassiker. Aktuell erscheint sie erstmal in Blau, genauer im „IJM Blau“. Johannes Seibel von Mono erzählt, wie die Besteck- und Designmanufaktur mit dieser limitierten Edition auf Sklaverei aufmerksam machen möchte.
Kann ein Duft die Welt verbessern? Der Hamburger Lukas Görlitz sagt, ja. Mit einem Freundentstand die Idee, einen Unisex Parfüm zu kreieren, das sich für mehr Gleichberechtigung einsetzen will. Im Dezember kam „equality“ auf den Markt. Zehn Prozent des Profits gehen an IJM. Was hinter diesem besonderen Duft steht, erzählt Lukas im Interview.
Esther hat ihre Kindheit in Sklaverei verbraucht, was sie schwer traumatisiert zurückgelassen hat. In der Nachsorge betreut IJM Kinder wie Esther auf ihrem Weg, das Trauma zu überwinden, Heilung zu finden und ein selbstbestimmtes Leben aufzubauen. Dieser Prozess braucht Zeit, Geduld und eine intensive Begleitung.
Seine Augen werde ich niemals vergessen. Sie gehören einem achtjährigen Jungen aus Geita in Tansania. Seine Augen waren weit aufgerissen, seine dunkle Haut war weiß vom Staub. Das Atmen fiel ihm schwer. Der Schrecken stand ihm ins Gesicht geschrieben. Gerade noch rechtzeitig hatten die Männer über Tage ihn aus einem 70 Meter tiefen verschütteten Stollen gezogen. An einem Seil, mit dem sie sonst den Eimer nach oben zogen, den der Junge unten mit goldhaltigem Gestein füllen musste.
Der Junge war eins von vielen Kindern, die in den Schächten untertage in die engsten Gänge kriechen mussten. Immer wieder stürzten Schächte ein. Ein Schacht neben dem anderen durchlöcherte den Boden des kleinen Hügels im Tropenwald.
Ich denke oft an den Jungen, der an diesem Tag zwar mit dem Leben davon kam. Ob er heute noch lebt? Er und seine Freunde erlebten täglich eine Realität, die vielen von uns kaum bewusst ist: Festgehalten in Sklaverei, der Freiheit und Kindheit beraubt, schwer ausgebeutet, misshandelt - für die Profitgier der Männer, die oben am Schacht das Gold entgegen nahmen.
Deutschland ist drittgrößter Importeur von Risikoprodukten aus moderner Sklaverei. Von 25 Millionen Betroffenen in Arbeitssklaverei ist jede vierte Person ein Kind. Eine unerträgliche Situation – da wir doch eigentlich in einer aufgeklärten Welt leben, in der Sklaverei schon vor Jahrhunderten abgeschafft wurde. Deutschland muss sich dieser Realität und der eigenen Verantwortung stellen und Lösungen entwickeln, die nicht nur Symptombehandlung sind.
Am 20. Oktober haben mehr als 80 Kirchengemeinden in Deutschland den Sonntag für Freiheit gefeiert. Sie wollen als Christen ihren Auftrag für Gerechtigkeit immer mehr wahrnehmen. IJM Botschafterin Caroline Römer berichtet aus der Andreasgemeinde bei Frankfurt und erzählt, was sie am Sonntag für Freiheit besonders begeistert.
Am Europäischen Tag gegen Menschenhandel, dem 18. Oktober, haben IJM Botschafterinnen und Botschafter in 15 deutschen Städten blaue #frei Armbänder verteilt und so die Menschen eingeladen, ein Zeichen gegen Sklaverei zu setzen. Sogar in den Plenarsaal des deutschen Bundestages hat es das Bändchen geschafft. Im vierten Jahr der #unfrei Kampagne ist klar: nur gemeinsam können wir für ein Ende von Sklaverei sorgen!
Am 26. September fand IJMs erster Advocacy Day in Berlin statt. 40 Ehrenamtliche aus ganz Deutschland kamen in Berlin zusammen, um mit elf Abgeordneten des Bundestags über Deutschlands Engagement im Kampf gegen Sklaverei zu sprechen. Unser Anliegen: Eine Beteiligung Deutschlands am Global Fund To End Modern Slavery (GFEMS). IJM Botschafterin Jill Niederauer berichtet.
Rumänien gilt als Knotenpunkt für Menschenhandel in Osteuropa. IJM möchte in Zukunft gemeinsam mit lokalen Partnern und Behörden strategisch dagegen vorgehen. Ein neues IJM Büro soll dafür einen wirkungsvollen Arbeitsansatz entwickeln.