Sexuelle Ausbeutung
von Kindern im Internet

Das Problem

Hunderttausende Kinder werden live vor einer Webcam sexuell missbraucht. Denn vor allem Sexualstraftäter aus westlichen Ländern – auch aus Deutschland – zahlen dafür, per Livestream zuzusehen und den Missbrauch zu dirigieren.

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Kindern auf den Philippinen wird ausgebeutet, um Darstellungen sexuellen Missbrauchs zu produzieren (IJM 2023).

Von sexueller Ausbeutung von Kindern im Internet (OSEC) spricht man, wenn die Täter Menschenhändler/-innen dafür bezahlen, dass sie Bilder oder Videos vom sexuellen Missbrauch (CSEM) von Minderjährigen produzieren. Oft wird der Missbrauch in Echtzeit übertragen, weshalb das Phänomen auch "Livestreaming" genannt wird. Mädchen und Jungen werden zu sexuellen Handlungen gezwungen oder werden auf andere gewaltsame Weise ausgebeutet. Die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Internet nimmt immer mehr zu.

Die Beteiligten in einem typischen Fall:

  • Domestic Violence

    Menschenhändler/-in

    Oft Eltern oder Verwandte, welche ihre Kinder sexuell ausbeuten, um die Missbrauchsdarstellungen (CSEM) zu verkaufen (IJM 2020).

  • Sex trafficking

    Betroffenes Kind

    Durchschnittlich 11 Jahre alt und meist für mehrere Jahre missbraucht (IJM 2020).

  • Icon NGO

    Nachfragender Sexualstraftäter

    Täter aus der ganzen Welt, die für die Übertragung des Missbrauch zahlen und diesen häufig dirigieren.

Viele Fälle sexueller Ausbeutung von Kindern im Internet bleiben unbemerkt und werden nicht gemeldet.

Unser Ansatz

Menschen befreien Täter/-innen überführen Rechtssysteme stärken

Gemeinsam stärken wir Justizsysteme, um dieses Verbrechen zu bekämpfen, indem wir Strafverfolgungsbehörden, Staatsanwält/-innen, Richter/-innen, lokale Behörden sowie Partnerorganisationen, die sich um die Nachsorge von betroffenen Kindern kümmern, schulen und damit einen weltweiten Standard für die Bekämpfung dieses Verbrechens setzen.

IJM Philippinen

Unsere 20-jährige Partnerschaft mit den philippinischen Strafverfolgungsbehörden

Gemeinsam mit den philippinischen Behörden arbeiten wir daran, Kriminelle für die Ausbeutung von Kindern zur Rechenschaft zu ziehen und Kinder davor zu schützen, überhaupt missbraucht zu werden. Auf diese Weise bauen wir Gemeinschaften auf, in denen alle Kinder Sicherheit und Schutz erwarten können.

Von IJM unterstützte Maßnahmen gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Internet (Stand 04/2026)

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Betroffene befreit
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Täter verurteilt
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Betroffene haben Nachsorge abgeschlossen
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Verdächtige festgenommen

Zentrum zur Beendigung der sexuellen online Ausbeutung von Kindern

Wir skalieren wirksame Ansätze zum Schutz von Kindern durch Partnerschaften und Advoacy weltweit!

Wir bekämpfen den per Livestream übertragenen sexuellen Missbrauch von Kindern, der sich weltweit zugänglicher Technologien und Finanzplattformen bedient, auf Menschen abzielt, die für dieses Verbrechen anfällig sind, und an dem Täter beteiligt sind, die sich überall auf der Welt befinden können.

Das Zentrum bringt Erfahrungen aus IJMs Arbeit auf den Philippinen in internationale Partnerschaften und Strategien ein. Gemeinsam mit Regierungen, NGOs, Technologie- und Finanzunternehmen wollen wir eine effektive Antwort auf diese technologiegestützte Ausbeutung stärken.

Das Zentrum:

  • stärkt den Schutz von Kindern durch Technologie- und Finanzunternehmen.

  • fördert internationale Zusammenarbeit.

  • berät Regierungen in Herkunfts- und Nachfrageländern zu wirksamen Maßnahmen gegen Online-Ausbeutung.

  • bringt die Perspektiven von Betroffenen in internationale Debatten ein.

Was machen wir in Deutschland?

Deutschland zählt als Nachfrageland Nr. 2 für die sexuelle Online-Ausbeutung von Kindern auf den Philippinen. (Innenminister Dobrindt PK 21.8.2025)

Wir setzen uns für eine international vernetzte Zusammenarbeit zwischen Strafverfolgungsbehörden, dem Finanzsektor und Technologieplattformen ein, um Kinder zu schützen. In diesem Sinne legt IJM Deutschland einen Schwerpunkt darauf, auch die deutsche Politik aufzuklären und mit konkreten Lösungsansätzen zum Handeln aufzurufen.

Effektive Strafverfolgung
Internationale Zusammenarbeit
Reduzierung der Nachfrage aus Deutschland
Kinderschutz priorisieren
Sorgfaltspflichten für Unternehmen

IJM Deutschland setzt sich für politische und rechtliche Rahmenbedingungen ein, die es ermöglichen die sexuelle Ausbeutung von Kindern zu bekämpfen, Betroffene zu lokalisieren und Täter/-innen zu überführen. Dabei wollen wir der Stimme von Betroffenen Gehör verschaffen.

JETZT KINDER SCHÜTZEN

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Lerne die Geschichte von ehemals Betroffenen kennen

Hinter jeder Darstellung sexuellen Missbrauchs steckt ein Kind, das ganz real Gewalt und Ausbeutung erlebt.

Jedes dieser Kinder hat das Recht geschützt zu werden!

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Cassie: Von Betroffener zur Kämpferin für Kinderrechte

Cassie war 12 Jahre alt, als sie zum ersten Mal verkauft wurde. Es folgten Jahre der Gewalt, Angst und Scham. „Am liebsten wäre ich tot umgefallen, so schrecklich war jeder Tag“, sagt Cassie. Heute lebt sie in einer sicheren Nachsorgeeinrichtung, in der sie von IJM begleitet wird, das Erlebte zu verarbeiten. Was sie dort gelernt hat? „Kinder haben Rechte. Ich möchte, dass jedes betroffene Kind das weiß.“

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Ruby: Stimme der Hoffnung

Ein Jobangebot über eine Social-Media-Nachricht schien der Ausweg für Ruby* aus den Philippinen, um unabhängig für sich sorgen zu können. Denn nach dem Tod ihrer Eltern war die 15-Jährige in Trauer und auf sich allein gestellt. Doch statt wie versprochen Geld verdienen und zur Schule gehen zu können, wurde Ruby vor einer Webcam sexuell missbraucht – bis ihre Geschichte eine entscheidende Wendung nahm.

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So haben wir Rosie aus sexueller Online-Ausbeutung befreit

Rosie aus den Philippinen war 10 Jahre alt, als ihr Zuhause für sie plötzlich nicht mehr sicher war. Von der eigenen Mutter über das Internet verkauft, musste sie traumatischen sexuellen Missbrauch erdulden. IJM setzte gemeinsam mit weltweit vernetzten Ermittlungsteams alles daran, Rosie zu finden – mit Erfolg!

Blogartikel

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Philippinen: „Gerechtigkeit beginnt mit uns.“

Im April 2026 reiste eine Gruppe unserer Unterstützenden auf die Philippinen, um vor Ort konkret die Arbeit von IJM im Kampf gegen sexuelle Online-Ausbeutung von Kindern kennenzulernen: in Schutzräumen, bei Ermittlungsbehörden, in Trainings für Strafverfolgung und im Gespräch mit Betroffenen, die sich heute selbst für den Schutz von anderen einsetzen. In ihrem Reisebericht schildert Lena Exner, Fachreferentin für Philanthropie und Partnerschaften, ihre bewegenden Eindrücke von entschlossener Zusammenarbeit und der wachsenden Hoffnung, dass globale Verbrechen durch globale Verantwortung und Zusammenarbeit wirksam bekämpft werden können.

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Europol-Fachbeitrag: Live-Streaming von sexuellem Kindesmissbrauch

In den meisten Rechtssystemen der Welt zählt die sexuelle Ausbeutung von Kindern zu den schwersten Straftaten. Dass Kinder weltweit gegenwärtig in zunehmendem Maße von dem Verbrechen bedroht sind, ist erschreckend. Zurückzuführen aber ist diese Tendenz auf die Möglichkeiten, die moderne Kommunikationstechnologien und das Internet bieten.

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Deutschland muss Kinder wirksamer schützen - Fakten zu Missbrauch per Livestream

Zum Europäischen Tag gegen sexuelle Ausbeutung und Missbrauch von Kindern fordert die Menschenrechtsorganisation International Justice Mission Deutschland eine faktenbasierte Politik und wirksame Maßnahmen gegen sexuelle Ausbeutung per Livestream. Die Organisation warnt vor Deutschlands Rolle als Nachfrageland und kritisiert das Versagen großer Technologieunternehmen beim Schutz von Kindern.

Pressemitteilungen

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Deutschland muss Kinder wirksamer schützen - Fakten zu Missbrauch per Livestream

Zum Europäischen Tag gegen sexuelle Ausbeutung und Missbrauch von Kindern fordert die Menschenrechtsorganisation International Justice Mission Deutschland eine faktenbasierte Politik und wirksame Maßnahmen gegen sexuelle Ausbeutung per Livestream. Die Organisation warnt vor Deutschlands Rolle als Nachfrageland und kritisiert das Versagen großer Technologieunternehmen beim Schutz von Kindern.

Studien und Veröffentlichungen

Scale of Harm Report Cover

Scale of harm Studie

Im Jahr 2021 startete International Justice Mission (IJM) gemeinsam mit dem Rights Lab der Universität Nottingham, einer weltweit führenden Forschungseinrichtung zum Thema Menschenhandel, das Projekt Scale of Harm. Ziel war es, eine gemischte Methodik zu entwickeln und umzusetzen, die Prävalenzschätzungen zum Kinderhandel liefert, insbesondere im Kontext von Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs auf den Philippinen, einschließlich Livestreaming. Dies ist der vollständige Bericht über die Methodik, die Ergebnisse und die Empfehlungen der allerersten nationalen Erhebung und Studie.

IJM OSEC Studie

SEXUELLE AUSBEUTUNG VON KINDERN IM INTERNET AUF DEN PHILIPPINEN

Eine Studie von IJM, in Zusammenarbeit mit dem Büro des US-Außenministeriums zur Überwachung und Bekämpfung von Menschenhandel (TIP Office) und dem philippinischen Rat zur Bekämpfung von Menschenhandel (IACAT).

Über IJM

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