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2023 weist den Weg gegen Sklaverei - Unser Jahresrückblick

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2023 weist
den Weg
gegen Sklaverei

Unser Jahresrückblick

2023 weist
den Weg
gegen Sklaverei

Unser Jahresrückblick

Im Jahr 2023 sah sich unsere Welt wachsenden Herausforderungen gegenüber, die neue Unsicherheiten schüren. Umso mehr gibt es uns Hoffnung, eine Bewegung von engagierten Menschen zu erleben, die mit uns echte Veränderung bewirken im Einsatz für Freiheit und Gerechtigkeit.

Gemeinsam mit unseren Unterstützerinnen und Unterstützern gelang es IJM 2023, in unseren Projektregionen nachweislich Sklaverei und sexuelle Ausbeutung erfolgreich zu bekämpfen. Und auch hierzulande verschafften wir unserer Stimme im politischen Dialog Gehör, um Menschen in Armut weltweit vor Gewalt zu schützen.

Für uns bei IJM war 2023 ein wegweisendes Jahr im Einsatz gegen Sklaverei!

2023 in Zahlen*

über 9.180 Menschen konnten wir aus Sklaverei und Unterdrückung befreien.

über 820 Straftäter/-innen wurden verurteilt.

über 215 Betroffene konnten durch die Nachsorge zurückfinden in ein selbstbestimmtes Leben in der Gesellschaft.

über 31.670 Akteure aus dem Justizsystem, Regierungsbehörden, lokalen Gemeinschaften, Kirchen, Medien und Zivilgesellschaft wurden geschult, um Menschen in Armut besser vor Gewalt zu schützen.

1.217 geschulte, ehrenamtliche IJM Botschafterinnen und Botschafter in Deutschland, Österreich und der Schweiz machten auf Sklaverei aufmerksam und mobilisierten Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Studien belegen Durchbruch gegen Sklaverei

Dass Sklaverei erfolgreich bekämpft werden kann, beweisen die Abschlussstudien zu zwei unserer Programme. In Tamil Nadu, Südasien, konnte IJM dazu beitragen, das Vorkommen von Arbeitssklaverei um über 80 Prozent zu verringern! In sieben Distrikten des Bundesstaates gab es gar keine Hinweise mehr auf das Verbrechen.

In der Dominikanischen Republik erreichten wir gemeinsam mit den Behörden eine Verringerung des Anteils an Kindern, die in der Sexindustrie ausgebeutet werden, von 24 Prozent auf 3,4 Prozent. Nach zehn Jahren übergaben wir unsere Arbeit nun vollständig an die lokalen Behörden und zivilgesellschaftlichen Organisationen im Land.

Online-Kinderschutz: Dialog auf höchster Ebene

Um auf Formen sexueller Online-Ausbeutung von Kindern aufmerksam zu machen und die Politik zum Handeln zu bewegen, riefen wir im Frühjahr die Unterschriften-Aktion Mehr Kinderschutz im Internet ins Leben. Im Bündnis mit 18 Kinderschutzorganisationen gingen bis Ende Juni fast 10.000 Unterschriften ein.

Mit einer parlamentarischen Aktionswoche brachten wir im Juli Bundestagspolitiker/-innen mit IJM und weiteren Expert/-innen ins Gespräch, um den Schutz von Kindern im Internet zu priorisieren. Im Bundesministerium des Innern und für Heimat teilte Aktivistin Joy** aus den Philippinen Empfehlungen aus der Perspektive ehemaliger Betroffener.

Mit der Politik weltweit gegen Gewalt gegen Frauen

Um Gewalt nachhaltig zu beenden, muss der Zugang zu Recht für Frauen und Kinder weltweit gesichert werden. Im engen Austausch mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wurde diese zentrale Forderung von IJM im März in die Strategie Feministische Entwicklungspolitik der Bundesregierung aufgenommen.

Welchen Beitrag kann Deutschland global für die Sicherheit von Frauen leisten? Zu dieser Frage luden wir im September Expert/-innen aus Bundespolitik, Zivilgesellschaft und von IJM Kolumbien zu einem Runden Tisch in Berlin ein. Die Beteiligten aus Politik und Zivilgesellschaft signalisierten Handlungsbereitschaft, Frauen weltweit wirksam vor alltäglicher Gewalt zu schützen.

IJM Global

Im Dezember registrierte IJM offiziell unser neuestes Projektbüro in Dhaka, Bangladesch. Gemeinsam mit den lokalen Behörden und der Zivilgesellschaft wird sich das IJM-Team vor Ort gegen den Menschenhandel in verschiedenen Regionen des Landes einsetzen. Ziel unserer Arbeit ist es, bis 2030 mehr als 50 Millionen Menschen in Bangladesch vor Ausbeutung zu schützen.

Im Überblick: Weitere Highlights aus 2023

Im April stellte das Fashion-Label eyd eine in Kooperation mit IJM entstandene Modekollektion für die Freiheit vor. Frauen, die von sexueller Ausbeutung betroffen waren, hatten die Stoffe gestaltet und nach der sehr erfolgreichen Vorverkaufsaktion die Kleidungsstücke genäht.

Sportlich engagiert bei Spendenlauf-Events: Im Juni gingen beim IJM Mudraise in Arnsberg 150 Läufer/-innen aus ganz Deutschland für die Freiheit durch den Matsch und sammelten vorab 70.000 Euro.

Gemeinsam mit 4M Deutschland e.V. begrüßten wir im September 13 Teilnehmende beim Muskathlon in Rumänien. Der Erlös von über 105.000 Euro ging an unser Programm gegen Menschenhandel in Europa.

Über viel Engagement und Talent freuten wir uns auch bei Jupiter Jones, die uns seit November als Künstlerbotschafter unterstützen.

Ehrenamtliche im Einsatz für Freiheit

Dank Präsenzschulungen wuchs unsere Bewegung der Ehrenamtlichen im vergangenen Jahr um 57 neue Botschafter/-innen. Seit Februar können Interessierte am Ehrenamt oder dem Thema moderne Sklaverei und IJMs Arbeit außerdem an unserem neugestarteten Online-Basiskurs teilnehmen.

Aktionstag #stoppsklaverei: In dreizehn deutschen Städten machten unsere Ehrenamtlichen im Oktober mit fiktiven 80-Euro-Scheinen – der Preis eines Menschen in Sklaverei – auf Gewalt und Ausbeutung aufmerksam. Eine Aktion, die nicht nur auf deutschen Straßen nachhaltig Eindruck hinterließ. Einer dieser Scheine schaffte es bis auf die Instagram-Leinwand der Pro7-Sendung „Zervakis und Opdenhövel. Live“.

Im Mai trafen sich mehr als 130 Ehrenamtliche, Interessierte und Mitarbeitende von IJM auf unserer Konferenz Trendwechsel in Kassel, um sich über ihr Engagement gegen moderne Sklaverei auszutauschen und sich in ihrem Aktivismus zu bestärken.

Gemeinsam sind wir eine Bewegung, die dafür brennt, Menschen in Armut auf der ganzen Welt vor Gewalt zu schützen. Für sie stellen wir uns Sklaverei entgegen:

Bis alle frei sind!

*vorläufige Zahlen, Auswertung Oktober-Dezember noch nicht abgeschlossen

**Pseudonym

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