Mord auf Ex für Menschenrechte in Kenia
Am 23. Juni 2016 verschwindet der kenianische IJM Anwalt Willie Kimani nach einem Gerichtstermin zusammen mit seinem Mandanten Josephat, der Opfer von Polizeigewalt wurde. Die Folge untersucht, was mit ihnen geschah und beleuchtet Polizeigewalt und wie IJM sich in Kenia dagegen einsetzt.
Vielen Dank für eure Unterstützung! Die mehr als Tausend Spenden in Höhe von 25.154€ machen einen direkten Unterschied für unsere Arbeit in Kenia: 3 neue Community Justice Center + das Gehalt von 3 psychologischen Beratungen für das restliche Jahr! 🎉
Hey liebe Hörerinnen und Hörer von Mord auf Ex,
uns hat die Recherche zum letzten "Tiefe Spuren" Fall aus Kenia sehr beschäftigt...
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Es scheint so normal, dass Polizei und Justiz uns schützen, wenn es darauf ankommt. Aber das gilt nicht für alle Menschen: In Kenia haben 4 von 10 Menschen Erfahrungen mit willkürlicher Polizeigewalt.
Vor Ort haben wir uns davon überzeugen können, dass die Menschenrechtsorganisation IJM (International Justice Mission) wirklich zu einer nachhaltigen Veränderung dieser Situation beiträgt. Sie unterstützt beispielsweise lokale und ehrenamtliche Rechtsberatungsstellen („Community Justice Centers“), in denen Betroffene Hilfe, Rechtsberatung und Schutz finden. Mit Schulungen in Rechtsfragen, traumasensibler Ermittlung und praktischer Unterstützung durch Räume und Büromaterial wird ihre Arbeit effektiver und schützt konkret Menschenleben.
Gemeinsam mit uns kannst Du für Menschenrechte stehen — und dazu beitragen, dass Menschen in Kenia in Zukunft keine Angst mehr vor willkürlichen Übergriffen haben müssen.
DANKE für jede Spende und Deine Unterstützung!
Linn, Leo & das Auf Ex Productions Team
Warum Kenia?
Alltägliche Gefahr: Willkürliche Polizeigewalt
42,9 % der Menschen in Kenia berichten, in den letzten zwei Jahren Opfer von Polizeigewalt geworden zu sein (IJM Kenia Polizeigewalt Baseline Report).
Viele schweigen aus Angst vor Vergeltung – oder weil sie sich den Gang vor Gericht nicht leisten können. Gerichtsverfahren brauchen oft viele Jahre.
Besonders betroffen sind Menschen in Armut: Eine willkürliche Verhaftung kann das Überleben ganzer Familien gefährden.
Unser Traum: Ein Land, in dem alle sicher sind
International Justice Mission schützt und unterstützt Betroffene. Verbrechen machen wir öffentlich und setzen uns aktiv für Aufklärung ein. Wir arbeiten eng mit der Regierung und den lokalen Behörden zusammen. Unsere Schulungen zu Menschenrechten und traumasensibler Ermittlung helfen der Polizei, mehr Menschen zu schützen.
Community Justice Centers empowern Menschen in Kenia
Deine Spende unterstützt unter anderem dieses Projekt von IJM:
Die „Community Justice Centers“ sind Anlaufstellen für Betroffene oder Zeug/-innen von willkürlicher Polizeigewalt. Sie beraten und unterstützen dabei, Fälle anzuzeigen oder andere rechtliche Schritte einzuleiten.
Die Beratungsstellen werden von Ehrenamtlichen geleitet. IJM unterstützt sie mit Schulungen und Fortbildungen.
IJM organisiert Begegnungs- und Dialogformate, durch die Bürger/-innen mit Vertreter/-innen der Regierung, der Justiz oder der Polizei ins Gespräch kommen. Dadurch entsteht mehr Gemeinsinn und Engagement.
Allein in Nairobi werden aktuell 12 Beratungsstellen unterstützt. Insgesamt gibt es schon fast 100 davon in Kenia. Die Nachfrage ist weiter hoch, es werden noch viele mehr davon benötigt.
© Fotos: @whozanas