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Polizeigewalt in Kenia: Hoffnung auf Veränderung

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Polizeigewalt in Kenia:
Hoffnung auf
Veränderung

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Nairobi - In Kenia hat sich IJM zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit der Regierung Machtmissbrauch durch die Polizei zu beenden. Vor allem Menschen in Armut leben in dem Land ohne die Sicherheit und den Schutz eines funktionierenden Rechtssystems. Neben Davids Geschichte erzählen die folgenden Fälle von der erschreckenden alltäglichen Realität der Menschen. Aber auch von der Hoffnung auf Veränderung.

Martin Koome

Der Fall von Martin Koome aus Nairobi ist nicht nur entscheidend für die Arbeit von IJM in Kenia. Zum ersten Mal in der Geschichte des Landes führte hier ein Gerichtsverfahren dazu, dass ein hochrangiger Polizeibeamter wegen Mordes verurteilt werden konnte.

Nach einer häuslichen Auseinandersetzung mit seiner Frau wird Martin Koome im Jahr 2013 von der Polizei verhaftet und inhaftiert. In der gleichen Nacht wird er in seiner Zelle von dem Leiter der Polizeistation, Nahashon Mutua, so brutal misshandelt, dass er später seinen schweren Verletzungen erliegt.

Um den Mord zu verschleiern, zwingt Nahashon einen Mithäftling namens Kelvin Odhiambo, die Schuld an Martins Tod auf sich zu nehmen. Kelvin muss sich vor Gericht für ein Verbrechen verantworten, das er nicht begangen hat.

IJM erfährt von dem Fall und reicht eine Beschwerde bei der Independent Policing Oversight Authority (unabhängige Polizeiaufsichtsbehörde; IPOA) ein. Im Zuge der Ermittlungen von IPOA wird der zu Unrecht beschuldigte Kelvin freigelassen. Der Polizist Nahashon wird von der Staatsanwaltschaft wegen Mordes angeklagt.

In dem Gerichtsverfahren vertritt ein IJM Anwalt die Familie des ermordeten Martin Koome. Fast fünf Jahre nach seiner Tat wird Nahashon schuldig gesprochen.

Beth

Für Beth war die unrechtmäßige Verhaftung ihres Sohnes erst der Beginn eines langen Kampfes um Gerechtigkeit. Ihr Sohn Josephat wird von der Polizei beschuldigt, illegal Stromleitungen anzuzapfen. Erst als Beth bereit ist, ein Schmiergeld zu zahlen, lässt die Polizei den Jungen wieder frei.

Als Josephat das Geld von den Polizeibeamten zurückholen will, fürchtet Beth weitere Schwierigkeiten auf der Polizeiwache. Daher wenden sie sich an einen ranghohen Polizisten, der seine Kolleginnen und Kollegen anweist, das Geld zurückzugeben.

Ein Vorfall, den die Polizeibeamten nicht vergessen werden. Auf der Straße in ihrem Viertel trifft einer von ihnen auf Beth und droht ihr, ihren Sohn umzubringen. Beth fährt auf die Polizeiwache, um Anzeige gegen den Polizisten zu erstatten.

Doch die Polizeibeamten vor Ort werfen sie in eine Zelle, schlagen und verhaften sie. Sie beschuldigen Beth fälschlicherweise, einen Mann in ihrer Nachbarschaft ausgeraubt und verletzt zu haben.

Nach mehreren Wochen in Untersuchungshaft kommt Beth auf Kaution frei, muss aber weiterhin ihre Unschuld vor Gericht beweisen. Mitarbeitende eines „Justice Centers“, einer zivilgesellschaftlichen Einrichtung für Betroffene von Polizeigewalt, helfen ihr, Kontakt zu IJM aufzunehmen.

Mit einem Anwalt vertritt IJM Beth schließlich vor Gericht. Mit Erfolg: die falschen Anklagepunkte gegen sie werden fallen gelassen und der Fall wird zurückgezogen.

Schmerzlicher Verlust

Wie gefährlich der Kampf gegen rechtswidrige Polizeigewalt in Kenia ist, musste IJM im Juli 2016 auf tragische Weise erfahren. Der IJM Anwalt Willie Kimani, unser Klient Josephat Mwenda und ihr Fahrer Joseph Muiruri wurden auf dem Rückweg von einem Gerichtstermin entführt und anschließend brutal ermordet. Der Mordfall löste landesweit und international einen Aufschrei nach Gerechtigkeit aus.

Der Familienvater Josephat war von falschen Anschuldigungen und willkürlicher Polizeigewalt betroffen und ging mit Willie gerichtlich dagegen vor. IJM begleitet weiterhin den laufenden Prozess gegen fünf verdächtigte Polizeibeamte und fordert eine vollständige Aufklärung des Mordes.

Fälle, die erschüttern. Und dennoch schaffen Urteile gegen Polizeiverbrechen sowie aktuelle gesetzliche Entwicklungen Gerechtigkeit für die Betroffenen und beenden das Klima der Straflosigkeit für Polizeibeamte.

Mit jedem Urteil wächst der Mut der Bevölkerung, gegen Polizeigewalt aufzustehen. Deswegen kämpfen wir weiter dafür, sicherzustellen, dass Kenias Justizsystem die Bevölkerung vor rechtswidriger Polizeigewalt schützt. Bitte unterstütze uns dabei!

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