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Zwangsarbeit in Indien: Bhavani kämpft für die Freiheit ihrer Familie.

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Zwangsarbeit in Indien:

Bhavani kämpft für die Freiheit ihrer Familie.



Zwangsarbeit in Indien:
Bhavani kämpft für die Freiheit ihrer Familie.

CHENNAI, INDIEN – Bhavanis größter Wunsch ist es, ihren Kindern eine bessere Zukunft zu bieten. Sie selbst musste erleben, was es bedeutet, ohne Chance auf Freiheit täglich ausgebeutet zu werden und dabei zusehen zu müssen, wie ihre Kinder leiden. Nach einer mutigen Flucht kann die junge Frau langsam beginnen, wieder Hoffnung für ihre Familie zu schöpfen. Ihr Weg in ein selbstbestimmtes Leben beginnt.

Bhavani und ihr Ehemann Kumar kommen aus einfachen Verhältnissen. Sie lebten mit ihren zwei Kindern, dem 3-jährigen Sathish und dem 2-jährigen Vishnu, in einem kleinen Dorf und verdienten ihr Geld mit Handarbeit und als Tagelöhner in einer Ziegelei. Bhavani ist wieder schwanger, als ihr 2-jähriger Sohn krank wird. Die Familie muss sich vom Besitzer der Ziegelei Geld leihen, um den Arztbesuch bezahlen zu können. Was weder Bhavani noch ihr Mann ahnen: Sie landen in einer Schuldenfalle, aus der sie aus eigener Kraft nicht hinauskommen.

In eine Falle geraten

Das junge Paar glaubte, das geliehene Geld mit Arbeit zurückzahlen zu können. Der Besitzer der Ziegelei versprach, 600 Rupien zu zahlen (ca. 6,75 Euro), um 1.000 Steine ​​pro Tag herzustellen. Er zahlte ihnen jedoch nur 100 Rupien pro Woche (ca. 1,13 Euro) - Dieses Geld reichte nicht aus, um davon zu leben. So mussten Bhavani und Kumar weiterhin kleine Summen leihen, um Lebensmittel und andere Dinge zu kaufen. Ihre Schulden wurden immer höher und ihr Gehalt reichte nicht aus, sie abzugleichen.

Gefangen in Schuldknechtschaft

In Der Ziegelei musste Bhavani und Kumar um 2 Uhr morgens mit der Arbeit beginnen. Das Paar säuberte die Baustelle, sammelte Schlamm und Steine und bereitete sie für den Ziegelherstellungsprozess vor. Die schweren Ziegel mussten geformt, getrocknet und gebrannt werden. Auch nachts stoppte die Arbeit nicht, denn den getrockneten Ziegeln mussten für den Transport verpackt und verladen werden.

Eine gewagte Flucht

Bhavani war verzweifelt. Obwohl sie und ihr Mann tagtäglich hart arbeiteten, mussten ihre Kinder oft hungern. Anstatt ihre Schulden abzubezahlen, kamen neue hinzu. Und obwohl Bhavani als Schwangere Ruhe und Pausen brauchte, war sie von früh morgens bis nachts auf den Beinen, ohne die Möglichkeit, medizinisch versorgt zu werden. Es schien ihr, als ob es keinen Ausweg aus ihrer Situation gab.

Eines Tages beschloss sie, alles auf eine Karte zu setzen. Unter dem Vorwand, Brennholz zu sammeln, verließ sie mit ihren beiden kleinen Söhnen das Gelände der Ziegelei. Der Besitzer wurde misstrauisch und schickte eine andere Person mit, um sie zu beobachten.

Sie beschreibt: „Wir kamen zu einem kleinen Bach mit Bergen auf beiden Seiten. Ich sah meine Chance und floh mit den Kindern. Als wir die Hauptstraße erreichten, versuchte ich verzweifelt, ein Fahrzeug um Hilfe zu winken, aber niemand hielt an.‘' Stattdessen holten sie Handlanger des Ziegeleibesitzers ein und rissen ihre Kinder weg. Sie drohten der verzweifelten jungen Frau und verlangten, dass sie sofort in die Ziegelei zurückkehren solle, sonst würde sie ihre Kinder nie wieder sehen. Doch Bhavani ließ sich nicht einschüchtern.

Sicherheit für Bhavanis Kinder

Ohne eine andere Möglichkeit in Sicht, unternahm die Hochschwangere eine 3 Kilometer lange Reise zum Dorf ihrer Mutter, um Hilfe zu suchen. Dort alarmierten andere Dorfbewohner eine lokale Hilfsorganisation, um Bhavani zu helfen. Einer der Mitarbeiter dort schaltete IJM ein. Das IJM Büro in Chennai hatte bereits eine Besichtigung der Ziegelei geplant und informierte sofort die Behörden, um Bhavanis Kinder in Sicherheit bringen zu können. Die lokalen Verantwortlichen reagierten schnell und gezielt, sodass die beiden kleinen Jungen am nächsten Tag aus der Ziegelei befreit wurden.

IJM bemühte sich darum, dass Bhavani und Kumar offizielle Dokumente erhielten, die ihre Schuldenfreiheit garantieren und sie als Betroffene von Arbeitssklaverei für finanzielle Hilfen qualifizieren.

„Ich möchte, dass meine Kinder große Dinge erreichen.“

Erneut aufbauen

Nach einem Jahr in Unfreiheit und Ausbeutung waren Bhavani und ihre Kinder endlich in Sicherheit. Sie konnte ihren dritten Sohn Anbu in Freiheit zur Welt bringen. Das Nachsorgeteam von IJM half Bhavani, in ihr Heimatdorf zurückzukehren, wo die Familie jetzt mit ihrer Schwester lebt. Heute verdienen Bhavani und Kumar genug Geld, um ihre Familie durch Arbeit in einer Holzfällerei zu ernähren.

„Wir können jederzeit überall hingehen, wo wir wollen. Wir können unsere Verwandten besuchen, bei Bedarf ins Krankenhaus gehen und sind frei. “ sagt Bhavani.

Sathish besucht eine lokale Schule und Bhavani beschreibt stolz, wie seine Lehrer seine Talente erkannt haben. Vishnu und Anbu sind beide fröhliche kleine Jungen Bhavani sagt über sie: „Ich möchte, dass meine Kinder gut lernen und große Dinge im Leben erreichen und nicht so leiden wie wir."

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