IP-Adressen-Speicherung: Wichtiger Fortschritt für den Schutz von Kindern im digitalen Raum

Das Bundeskabinett hat die Einführung einer Pflicht zur Speicherung von IP-Adressen auf den Weg gebracht. International Justice Mission (IJM) Deutschland begrüßt diesen Schritt ausdrücklich. Die geplante Regelung ist ein wichtiger Fortschritt, um Strafverfolgungsbehörden bei der Bekämpfung sexualisierter Gewalt gegen Kinder und ihrer Ausbeutung im Internet wirksam zu unterstützen.

IJM Vorstandsvorsitzende Evelyn Moeck erklärt: „Gerade in schwerwiegenden Fällen, etwa bei Missbrauchsdarstellungen im Livestreaming, ist die IP-Adresse häufig der einzige Ermittlungsansatz, um Täter zu identifizieren, Straftaten aufzuklären und betroffene Kinder zu schützen. Wenn diese Spur nicht gesichert werden kann, bleiben Verbrechen im digitalen Raum oft folgenlos.“

Die Speicherung von IP-Adressen schafft daher eine wichtige Voraussetzung für effektive Strafverfolgung. In der geplanten Umsetzung sehen wir ein wichtiges Signal: Der Schutz von Kindern im Netz und die Verfolgung schwerster Straftaten müssen auch im digitalen Raum konsequent ermöglicht werden.

Ergänzend zur nationalen IP-Adressenspeicherung braucht es auch auf EU-Ebene eine tragfähige Lösung, die es Anbietern ermöglicht, Darstellungen sexualisierter Gewalt gegen Kinder weiterhin freiwillig zu erkennen und zu melden. Hier ist die Bundesregierung gefordert, sich in Brüssel umgehend und aktiv für eine rechtssichere CSAR-Verordnung einzusetzen.

Aktuell greift diese Ermittlungsmöglichkeit leider ins Leere, denn Anbieter dürfen seit dem 4. April überhaupt keine Missbrauchsdarstellungen melden. Die Bundesregierung muss zu ihrem Wort stehen, um Kinder zu schützen und Ermittlungen im digitalen Raum möglich zu machen.”

Das könnte dich auch interessieren…

Mehr
Philippinen: EU-Delegation bekennt sich zu mehr Online-Kinderschutz

Auf Einladung von IJM reiste im Mai 2025 eine hochrangige Delegation der Europäischen Union zu einem Fachbesuch nach Manila. Ziel der Reise war es, zu verstehen, wie sexuelle Ausbeutung von Kindern im Internet entsteht – und welche Verantwortung die EU im Einsatz gegen das Verbrechen trägt.

Cassie: Von Betroffener zur Kämpferin für Kinderrechte

Cassie war 12 Jahre alt, als sie zum ersten Mal verkauft wurde. Es folgten Jahre der Gewalt, Angst und Scham. „Am liebsten wäre ich tot umgefallen, so schrecklich war jeder Tag“, sagt Cassie. Heute lebt sie in einer sicheren Nachsorgeeinrichtung, in der sie von IJM begleitet wird, das Erlebte zu verarbeiten. Was sie dort gelernt hat? „Kinder haben Rechte. Ich möchte, dass jedes betroffene Kind das weiß.“

Follow the Money: Wie der Finanzsektor gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern vorgehen kann

Es mag überraschen, aber bei der Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs von Kindern über das Internet können unsere Banken und Finanzdienstleistungsunternehmen eine Schlüsselrolle einnehmen. Vor internationalen Finanzaufsichtsbehörden und Finanzunternehmen konnte IJM darstellen, wie wichtig es ist verdächtige Geldüberweisungen zu erkennen und zu stoppen!

Ruby: Stimme der Hoffnung

Ein Jobangebot über eine Social-Media-Nachricht schien der Ausweg für Ruby* aus den Philippinen, um unabhängig für sich sorgen zu können. Denn nach dem Tod ihrer Eltern war die 15-Jährige in Trauer und auf sich allein gestellt. Doch statt wie versprochen Geld verdienen und zur Schule gehen zu können, wurde Ruby vor einer Webcam sexuell missbraucht – bis ihre Geschichte eine entscheidende Wendung nahm.

Willst du Menschen aus Sklaverei befreien?

  1. 1
  2. 2
  3. 3

Persönliche Daten

Spendenbetrag:

Gib uns gerne Deine Telefonnummer, um uns eine Möglichkeit zur besseren Spendendenbetreuung zu geben. Wir nutzen Sie sehr verantwortlich.

  1. 1
  2. 2
  3. 3

Zahlungsweise

Spendenbetrag:

Bitte wähle eine der folgenden Zahlungsweisen:

Du spendest einmalig.

Zurück
  1. 1
  2. 2
  3. 3

Thank You!

Your receipt has been sent to your email.

How was the experience for you? Tell us here.
Questions? Contact us at [email protected] or at 703-465-5495

Donors in Australia, Canada, Germany, the Netherlands, or the United Kingdom: by making a donation you agree that we may transfer your personal information to our IJM advancement offices in your country. That advancement office may contact you about future donations or for other fundraising purposes.