Stopp Sklaverei Konferenz

Fachkonferenz für Unternehmen und Politik

22. November 2018
wizemann.space | Quellenstraße 7a, 70376 Stuttgart

Mehr als 40 Millionen Menschen leben heute in moderner Sklaverei. Sie werden wie Ware behandelt, verkauft und oft bis zur völligen Erschöpfung ausgebeutet.

Mangelhafte Rechtsdurchsetzung ermöglicht Ausbeutung auch in unseren Liefer- und Produktionsketten. Damit rückt das Geschäft mit der Ware Mensch in den Verantwortungsbereich deutscher Unternehmen und stellt Verantwortungsträger vor die Frage, wie sie auf Basis werteorientierten Wirtschaftens agieren können.

Die Stopp Sklaverei Konferenz bietet Best Practices und Case Studies aus erster Hand sowie Raum zur Diskussion von Herausforderungen und Lösungen.

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Programm

Nachmittag

16:15 Uhr
Moderne Sklaverei: Ein unausweichliches Risiko im globalen Wirtschaftssystem?
Dietmar Roller, Vorstandsvorsitzender IJM Deutschland e. V.

17:30 Uhr
Menschenrechte innerhalb von Lieferketten stärken – Best Practices im Gespräch
Guya Merkle, Geschäftsführerin VIERI GmbH & Vorstand Earthbeat Solutions Foundation; Carsten Waldeck, Gründer & Geschäftsführer Shift GmbH; Georg Hoffmann, Nachhaltigkeitsmanager Ritter Sport; Nathalie Schaller, Geschäftsführerin [eyd] Humanitarian Clothing GmbH

Abendveranstaltung

19:00 Uhr
Wie kann ein erfolgreicher Umgang mit Menschenrechtsrisiken entlang globaler Lieferketten aussehen?
Michael Bloss, Bündnis 90/DIE GRÜNEN; IJM-Expertin für Lieferketten aus Südasien*; Carolin Seeger, Senior Consultant twentyfifty ltd.; Daniel Crampton, Manager für Social Compliance & Human Rights Daimler AG

20:30 Uhr
Empfang mit Live-Musik
Michael Nickel (Klavier) & Moritz Brümmer (Cello)

*Name aus Sicherheitsgründen nicht genannt

Die Konferenz findet zweisprachig (Deutsch, Englisch) statt. Übersetzungsmöglichkeiten werden vorhanden sein.

Weitere Informationen zu den Referenten

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IJM – Anwalt der Freiheit

Als weltweit größte Anti-Sklaverei-Organisation arbeiten wir seit 20 Jahren in zahlreichen Ländern gegen verschiedene Formen massiver Ausbeutung und Gewalt. Jährlich befreien wir Tausende Menschen zusammen mit den jeweiligen Strafverfolgungsbehörden, begleiten die Betroffenen beim Start in ein eigenständiges Leben, setzen uns mit unseren Anwälten für die Verurteilung der Täter ein und arbeiten durch Lobbyarbeit und Schulungen daran, dass Rechtssysteme dem Verbrechen professioneller begegnen können. Denn vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern existiert weitverbreitete Straflosigkeit. Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass Ausbeutung und Gewalt zurückgehen, wenn Gesetze konsequent umgesetzt werden und Straflosigkeit beendet wird.

In den letzten Jahren suchen wir gezielt die Zusammenarbeit mit großen Unternehmen, die über ihre Lieferketten ebenfalls mit dem Thema konfrontiert und daran interessiert sind, die Situation zu verändern. So z.B. mit Walmart in Thailands Fischereiindustrie, mit Target in Indien, als Mitglied der Global Battery Alliance oder dem Global Fund to End Modern Slavery.

Wir sind der Überzeugung, dass wir miteinander mehr erreichen können. Statt jeder für sich, sollten alle am Thema beteiligten Akteure, d.h. NGOs, politische Entscheidungsträger und Unternehmen, zusammenarbeiten, um die fatale Situation von Sklaverei zu beenden. Als deutsche NGO wollen wir mit der Stopp Sklaverei Konferenz einen Rahmen für ein konstruktives Miteinander schaffen, in welchem Probleme klar benannt, Herausforderungen diskutiert und effektive Lösungen erarbeitet werden.

Anmeldung

Presseanfragen bitte direkt an Judith Stein: jstein@ijm-deutschland.de | 030-246 369 013

Ansprechpartnerin

Olga Martens
Politische Arbeit & Institutionelle Förderung
omartens@ijm-deutschland.de
T. 030/246369014
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