IJM in Lateinamerika

Guatemala

Kinder vor sexueller Gewalt schützen

Guatemala gilt für Kinder als eines der gefährlichsten Länder Lateinamerikas. Besonders junge Mädchen sind der Gefahr vor sexueller Gewalt ausgesetzt. Die Anzahl der Verbrechen bleibt seit Jahren unverändert hoch. Die Polizei und Justiz verfolgen Sexualdelikte nur selten, sodass die meisten Täter nahezu straflos bleiben. Nur in sechs Prozent der gemeldeten Fälle kommt es zu einer Verurteilung.

Projektziel

Als IJM 2005 in Guatemala ein Projektbüro gründete, glaubten Menschenrechtsexperten im Land nicht daran, dass sich das Rechtssystem wesentlich verbessern könnte. Unser Projektziel, Opfer von sexueller Gewalt zu ihrem Recht zu verhelfen, sei aussichtslos. Doch gemeinsam mit der Regierung und vielen Partnern kämpfen wir jeden Tag für das Recht von Kindern, die sexuelle Gewalt erlebt haben.

Fortschritte

Durch die Unterstützung von IJM Anwälten wurden 159 Sexualstraftäter verurteilt. IJM hat Vorlagen für die Zeugenaussagen von Kindern entwickelt, die heute landesweit in Gerichten eingesetzt werden. Als fester Partner der Regierung schulen wir die Polizei, Sexualverbrechen zuverlässig und professionell aufzuklären.

IJM Guatemala

Guatemala City, Guatemala
Eröffnet 2005
Fokus
Sexuelle Gewalt an Kindern stoppen
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Kurzvorstellung
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Studie zur Funktionsfähigkeit des Rechtssystems, 2013

El Salvador

Kinder und Frauen vor Gewalt schützen

El Salvador ist einer der gefährlichsten Orte der Welt für Frauen und Mädchen. Sexueller Missbrauch und häusliche Gewalt sind weit verbreitet. Die Zahl der Tötung von Frauen ist alarmierend hoch. Zusätzlich belastet Bandenkriminalität das Leben vieler Salvadorianer. Die Regierung macht einige Fortschritte in der Bekämpfung von Gewaltverbrechen. Doch die Ressourcen reichen nicht aus, um den vielen Opfern den Zugang zu ihren Rechten zu sichern und die Täter zur Verantwortung zu ziehen.

Projektziel

IJM möchte mit der Regierung und den lokalen Behörden die Strafverfolgung zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Kinder sowie Bandenkriminalität stärken. Zum einen sollen dazu Polizei- und Justizbeamte geschult werden, insbesondere in ländlichen Gebieten. Diese Orte sind oft weniger im Blickpunkt und „unterversorgt“, da die meisten Ressourcen in der Hauptstadt aufgebraucht werden. Zum anderen wird IJM einzelne Fälle konkret unterstützen. Ziel ist es, dass durch ein gestärktes und stabiles Rechtssystem die Gewalt an Frauen und Kinder sowie Bandenkriminalität abnimmt und eine stärkere Wahrnehmung von Sicherheit messbar ist, die miteinschließt, dass die Bevölkerung wieder Vertrauen fasst zur Justiz.

IJM El Salvador

San Salvador, El Salvador
Eröffnet 2018
Fokus
Gewalt gegen Frauen und Kinder; Bandenkriminalität

Dominikanische Republik

Kinder vor Sextourismus schützen

Die Dominikanische Republik gilt als beliebtes Urlaubsziel in den Tropen. Doch die unbeschwerte Welt der Touristen an weißen Sandstränden und der Alltag vieler einheimischer Familien in Armut unterscheiden sich zutiefst. Der Umstand, dass tausende Touristen jedes Jahr ins Land kommen und viele Dominikaner auf schnelles Geld angewiesen sind, begünstigen die Sexindustrie. Auch Kinder werden für Sex angeboten. Eine IJM Studie ergab, dass zehn Prozent der Prostituierten minderjährig sind. Obwohl es Gesetze gegen Menschenhandel gibt, bleiben Täter nahezu straffrei.

Projektziel

Seit 2013 arbeitet IJM mit den lokalen Behörden zusammen, damit bestehende Gesetze gegen Menschenhandel durchgesetzt werden. Unser Ziel ist es, dass Kinder vor sexueller Ausbeutung geschützt werden. Dazu gehört die Aufklärung und Strafverfolgung von einzelnen Fällen und die kontinuierliche Weiterbildung von Beamten.

Fortschritte

Bisher konnte IJM 18 Kinder aus sexueller Ausbeutung befreien. Durch die Unterstützung von IJM Anwälten wurden neun Täter wegen Menschenhandel verurteilt. Um mehr professionelle Nachsorgeangebote zu schaffen, arbeitet IJM eng mit der dominikanischen Kinderschutzbehörde CONANI zusammen.

IJM Dominikanische Republik

Santo Domingo, Dominikanische Republik
Eröffnet 2013
Fokus
Kinder vor Sextourismus schützen
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Kurzvorstellung
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Studie über die Anzahl von Kindern in der Sexindustrie, 2015

Bolivien

Kinder vor sexueller Gewalt schützen

Das Ausmaß von sexueller Gewalt in Bolivien ist verheerend. In dem mit zehn Millionen Einwohnern relativ kleinen Land gibt es jährlich zehntausende Fälle. Opfer sind zumeist Kinder. Die Täter werden strafrechtlich kaum verfolgt: Zwischen 2000 und 2007 gab es pro Jahr höchstens drei Verurteilungen in Fällen von sexueller Gewalt gegen Kinder. Gerichtsprozesse ziehen sich über viele Jahre und scheitern häufig.

Projektziel

IJM arbeitet seit 2006 mit der Regierung zusammen, damit das Rechtssystem im Land verbessert wird und Kinderrechte geschützt werden. Wir schulen Behörden und Polizisten in der Aufklärung von Fällen und setzen uns für eine konsequente Strafverfolgung der Täter ein. Unser Ziel ist es, einen starken Rückgang der Sexualverbrechen zu messen.

Fortschritte

Anwälte von IJM haben 248 Kinder vor Gericht vertreten und sichergestellt, dass 46 Verurteilungen von Straftätern gesprochen wurden. Wir haben uns erfolgreich dafür eingesetzt, dass Gerichtsverhandlungen in Fällen von Kindesmissbrauch in weniger als 18 Tagen abgeschlossen werden.

IJM Bolivien

La Paz, Bolivien
Eröffnet 2006
Fokus
Sexuelle Gewalt
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Kurzvorstellung
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