Europäischer Tag gegen Menschenhandel: #frei in den (sozialen) Medien!

Botschafter/inEngagiert gegen SklavereiIJM DeutschlandPolitische Arbeit
19. 10. 2018, 17:00 Uhr

In Deutschland bewegt sich was! Viele Menschen, darunter Politiker, Künstler und ein Model, haben am Europäischen Tag gegen Menschenhandel in den sozialen Medien ein Zeichen gegen Sklaverei gesetzt. Ein besonderer Besuch im Bundestag zeigt, dass auch die deutsche Politik ihre Stimme gegen Menschenhandel erhebt.

Über 40 Millionen Menschen weltweit werden laut der internationalen Arbeitsorganisation als Sklaven ihrer Freiheit beraubt und gewaltsam ausgebeutet. Deshalb haben wir die jährliche #unfrei Kampagne initiiert. Anlässlich des Europäischen Tags gegen Menschenhandel am 18. Oktober 2018 war jeder eingeladen, durch ein Foto mit dem blauen #frei Armband ein Zeichen zu setzen: „ich bin #frei, doch Millionen Menschen sind #unfrei.“

Dass es heutzutage noch Sklaverei gibt, ist ein Skandal.

sagt Vorstandsvorsitzender Dietmar Roller.

Um Sklaverei zu bekämpfen, braucht es viele Akteure in der Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, die nach globalen Lösungen suchen. Dazu muss uns allen die Dringlichkeit und Verantwortung dafür bewusst sein.
Beitrag zur Stadtaktion in der Südwest Presse Ulm

#frei Bänder in 15 Städten verteilt

Am Samstag, 13.10., wurden bereits in 15 Städten von ehrenamtlichen IJM Aktivisten #frei-Armbänder verteilt. Seit 2016 konnten über 30.000 Bändchen verteilt werden. Die lokale Presse griff den Einsatz der Ehrenamtlichen in einigen Orten auf. So berichtete das Darmstädter Echo online, dass „Menschenrechtler auf dem Ludwigsplatz zum Thema Sklaverei aufklären“ und der Weser Kurier in Bremen schrieb, dass „Moderne Sklaverei nach wie vor ein Problem sei, über das Aktivisten in Bremen informieren“. In Freiburg informierte das lokale Radio Dreyeckland über die Aktion und in Ulm druckte die Südwest Presse einen kurzen Bericht.

Deutsche Politiker setzen Zeichen gegen Sklaverei

Am Europäischen Tag gegen Menschenhandel lud IJM außerdem Abgeordnete des Bundestages zu einem Parlamentarischen Frühstück ein. Gemeinsam mit Dr. Jean Baderschneider und ihrem Team des Global Fund to End Modern Slavery (GFEMS) diskutierten die Teilnehmer parteiübergreifend, wie Deutschland eine zentrale Rolle im weltweiten Kampf gegen Sklaverei spielen kann.

Bundestagsabgeordnete der SPD mit #frei Armbändern

Dass deutsche Politiker bereit sind, sich für den Einsatz gegen Sklaverei einzusetzen, machten auch zahlreiche Bilder von ihnen mit unserem #frei Armband deutlich. Neben Justizministerin Katarina Barley und Bildungsministerin Anja Karliczek erreichten uns viele Posts von Politkern aus SPD, FDP, CDU, den Grünen und den Linken.

Luisa Hartema ist #frei. Quelle: instagram.com/luisahartema_

Unterstützung aus der Modewelt

Auch in der Modewelt wächst das Bewusstsein über die eigene Verantwortung, wenn es um Produktionsketten und den fairen Umgang mit Arbeitern geht. In Deutschland ist Kleidung eines der Produkte, das besonders gefährdet ist, durch Zwangsarbeit hergestellt bzw. bearbeitet worden zu sein. Umso mehr begeisterte uns das Foto von Luisa Hartema. Als einstige Gewinnerin der Castingshow „Germany’s next Topmodel“ und erfolgreiches Model setzt auch sie ein Zeichen gegen Sklaverei.

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Quelle Foto Header: instagram.com/rosen.roed

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