Patrick Knodel: 5 Gründe, warum ich IJM unterstütze

Engagiert gegen SklavereiIndienWeltweite Arbeit
26. 08. 2018, 14:00 Uhr

Patrick Knodel fördert durch seine Stiftung Unternehmen, Start-Ups und Organisationen, die sich gegen globale Probleme engagieren. Im Juni reiste er nach Chennai und Mumbai, um sich vor Ort die Arbeit von IJM zur Bekämpfung von Sklaverei anzuschauen. Er erklärt, was ihn bewegt hat, mit der knodel foundation an IJM zu spenden.

1. Zugang zu Recht

Im Zentrum der Arbeit von IJM steht, Menschen Zugang zu Recht zu erschließen. Das finde ich sehr spannend. Keine andere Organisation verfolgt dieses Ziel in der Breite so wie IJM.

Es gibt Hilfsorganisationen, die sich für mehr Essen, Wasser und Bildung für arme Menschen einsetzen. Es gibt Menschenrechtsorganisationen, die sich auf herausragende Einzelpersonen oder einzelne Rechtsaspekte konzentrieren. All das ist wichtig. Ich bin jedoch überzeugt, dass der Zugang eines jeden Menschen zum Recht so allgemein und grundlegend ist, dass er allen anderen Bemühungen vorrausgehen sollte.

2. Unternehmerisches Denken

Ich habe oft den Eindruck, in der Entwicklungszusammenarbeit dachte jeder, das Rad neu erfinden zu müssen. Mir gefällt deshalb sehr, dass IJM anders agiert.

IJM hat eine Lösung für ein tiefgreifendes Problem erprobt und zeigt nun, dass diese Lösung weltweit eingesetzt werden kann. Der Ansatz von IJM ist skalierbar. Damit ist das Denken von IJM unternehmerisch, denn Unternehmen wollen ihre Lösung vervielfältigen, um mehr Umsatz zu generieren.

Leider ist es so, dass kriminelle oder für das Allgemeinwohl schlechte Ansätze oft besser skalieren und über mehr Kapital verfügen als positive Ansätze, gerade im Bereich der Gemeinnützigkeit. Umso mehr freut es mich, mit IJM eine Organisation gefunden zu haben, die professionell und smart gegen Sklaverei und Menschenhandel vorgeht.

Zum Gespräch im IJM Büro in Chennai, Indien.

3. Funktionsfähige Struktur

Sowohl in Mumbai als auch in Chennai habe ich erleben dürfen, wie perfekt die Arbeitsstruktur von IJM abgestimmt ist. Als uns die Mitarbeiter dort ihre jeweiligen Aufgabenbereiche vorgestellt haben, war sich jeder im Detail seiner Aufgabe bewusst. Nicht nur das, die Kollegen konnten ihren Teil der Arbeit auch perfekt in die weltweite Struktur von IJM einordnen und wie sie selbst dazu beitragen, dass Sklaverei abgeschafft wird. Für mich war das bemerkenswert, denn selbst in Unternehmen findet man solche klar herunter gebrochenen Strukturen eher selten.

4. Systemwandel

Die Mitarbeiter in allen IJM Projektbüros arbeiten aktiv für einen tiefgreifenden Wandel in ihren jeweiligen Ländern. Rechtssysteme sollen repariert und verändert werden. Menschen sollen wieder geschützt werden. Diesen Wandel möchte ich unterstützen.

Vor Ort kooperiert IJM immer stärker mit Partnerorganisationen und bildet diese darin aus, den Ansatz von IJM zu verfolgen: Rechtsschutz für den Einzelnen zu bieten. Wirklich überragend war für mich dabei die Zusammenarbeit mit der Rescued Labor Association (RBLA). Sie ist Teil des IJM Nachsorgeprogramms in Indien.

Die RBLA stärkt ehemalige Sklaven darin, eigenständig ihre Rechte einzufordern. Ganz konkret kann es bedeuten, den Staat aufzufordern, ihre Hütten an Strom und fließend Wasser anzuschließen. Diese Stärkung der Menschen hat weitreichende Folgen: die Befreiten können ihre Kinder ganz anders großziehen und ihnen ein besseres Leben bieten; die Gesellschaft verändert sich nachhaltig.

Patrick Knodel und das Team von IJM Deutschland im Austausch mit Merlin Freeda, Programmchefin bei IJM Chennai. (Von links nach rechts: Alexandra Ripken, Merlin Freeda, Dietmar Roller, Patrick Knodel)

5. Passion

In vielen Hilfsorganisationen begegnen mir Menschen, die von ihrer Arbeit absolut begeistert und überzeugt sind. Aber ich habe selten so eine Leidenschaft für eine Sache erlebt wie bei den IJM Mitarbeitern in Chennai und Mumbai. Allein die Sozialarbeiter sind täglich Zeuge von erheblichem Leid, etwa bei Mädchen, die aus dem Sexhandel befreit werden. Trotzdem geben sie nicht auf und lassen sich von den harten Geschichten entmutigen – im Gegenteil! Sie bleiben den Menschen und dem Anliegen zutiefst verbunden und leisten hervorragende Arbeit. Diese Menschen kennenzulernen hat mich wirklich beeindruckt.

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