,,Ich mache einen Unterschied." Spender im Portrait.

IJM Deutschland
16. 03. 2018, 08:00 Uhr

Wer sind die Menschen, die es nicht ertragen können, dass andere Menschen versklavt und als Ware verkauft werden? Lesen Sie in unserer Reihe Spenderportraits, wie André Sahm seine Gemeinde motivierte, einen Unterschied zu machen.

André, wie bist Du auf IJM aufmerksam geworden?

Mich lässt die Frage nicht los, warum manche Menschen so viel Leid erfahren müssen und die anderen nicht. Soziale Gerechtigkeit ist mir sehr wichtig. Der konkrete Auslöser war dann ein Buch von Alice Schwarzer über Zwangsprostitution. Wenige Tage nach der Lektüre des Buches sprach mich ein Freund an, ob ich mit ihm an der Botschafterschulung von IJM in teilnehmen möchte. Der Name war mir im Zuge meiner Recherche zum Thema Zwangsprostitution bereits begegnet, deshalb habe ich zugesagt. Das war 2014.

Warum hast Du Dich für ein Ehrenamt bei IJM entschieden?

Ich bin ein sehr kritischer Mensch, hinterfrage viel und will den Dingen auf den Grund gehen. Bei Spendenorganisationen interessiert mich immer, was die konkret machen. Ich will mit meiner Spende nicht nur Bürojobs bezahlen. Mein Geld soll auch da ankommen, wo Hilfe gebraucht wird. IJM war mir deswegen schnell sympathisch, denn dort wird effektiv gearbeitet. Das zeigt nicht nur die Kostenoffenlegung, sondern auch der Arbeitsansatz von IJM. Es sollen nicht nur die Symptome bekämpft werden, sondern das Problem wird an der Wurzel gepackt.

An Weihnachten 2017 hat deine Gemeinde uns 1.500 Euro gespendet. Wie kam es dazu?

Ich leite die Gemeinde der Jesus Freaks in Burbach. Die große Mehrheit von uns ist Anfang 20, viel Geld haben wir alle nicht. Trotzdem haben wir immer genug Geld für das, was uns wichtig ist. Wir erfahren viel Segen und den wollen wir weitergeben. In der Adventszeit wollten wir deshalb einen Weihnachtsmarkt organisiert. Unser Ziel: Spenden für IJM sammeln. Weil wir nicht viel Geld hatten, es aber trotzdem gut aussehen sollte, haben wir für den Markt keine fertigen Buden gehabt, sondern Bierbänke mit Paletten zu stimmungsvollen Ständen umgestaltet. Die Aussteller kamen von überall her und die Preise waren sehr fair. Viele haben mit einem 5-Euro-Schein bezahlt und dann auf das Wechselgeld verzichtet. Manche Aussteller haben anschließend ihre gesamten Einnahmen gespendet, andere ihren Gewinn, wieder andere haben einen Beitrag gegeben. Damit kamen wir bereits auf 1.100 Euro. Danach habe ich noch im Gottesdienst IJM vorgestellt. Die Gottesdienstteilnehmer waren mindestens genauso bewegt wie ich von euren Geschichten. Mit der an diesem Sonntag gesammelten Kollekte, den Einnahmen aus dem Weihnachtsmarkt und einer Aufstockung aus unserer Gemeindekasse erzielten wir am Ende den Betrag von insgesamt 1.500 Euro.

Was wünscht Du Dir für die Arbeit von IJM?

Ich wünsche anderen Menschen, dass sie erkennen, dass sie einen Unterschied machen können. Das sehe ich an mir. Das zeigt unsere Weihnachtsaktion. Jeder einzelne kann viel ausrichten, auch mit wenigen Mitteln. Ich wünsche anderen Menschen die Haltung: Ich mache einen Unterschied.

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