Wirtschaftsweise spenden Preisgeld an IJM Deutschland e. V.

IJM Deutschland
01. 03. 2018, 10:00 Uhr

Die Wirtschaftsweisen wurden gestern, am 28. Februar 2018, mit dem „Vordenker“-Preis 2018 der Finanzberatung Plansecur ausgezeichnet. Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro kommt der Arbeit von International Justice Mission (IJM) Deutschland e. V. zugute. Vorstandsvorsitzender Dietmar Roller freut sich über die Unterstützung im Kampf gegen Sklaverei.

Vordenker 2018

Die Finanzberatungsgesellschaft Plansecur verleiht seit 2008 den „Vordenker“-Preis. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert. „Vordenker des Jahres“ werden laut Plansecur

Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Kirche, Kultur und Medien (…), die durch ihren Einsatz und ihren Weitblick die Zukunft in unserem Lande entscheidend mitgestalten.

Für ihre Verdienste in der wirtschaftspolitischen Beratung ehrte Plansecur die Wirtschaftsweisen als „Vordenker“. Die Mitglieder des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung begutachten als unabhängiges Gremium der wirtschaftswissenschaftlichen Politikberatung die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands und beraten die Bundesregierung. Der Rat besteht aus fünf Mitgliedern. Derzeit sind dies Prof. Dr. Christoph M. Schmidt (Vorsitz), Prof. Dr. Peter Bofinger, Prof. Dr. Lars P. Feld, Prof. Dr. Isabel Schnabel und Prof. Volker Wieland, Ph.D. Laudatorin Dr. Nicola Leibinger-Kammmüller würdigte das Gremium während der Verleihung als „ordnungspolitisches Gewissen der deutschen Wirtschafts- und Finanzpolitik“.

Preisgeld dem Kampf gegen Sklaverei gewidmet

Die Wirtschaftsweisen entschieden, das Preisgeld für die Arbeit von IJM zu spenden. Sklaverei ist ein reales Problem. Weltweit sind mehr als 40,3 Millionen Menschen davon betroffen. Sie werden durch Arbeitssklaverei, Zwangsprostitution oder andere Formen von Gewalt ausgebeutet.

Der Vorsitzende des Sachverständigenrates, Prof. Dr. Christoph M. Schmidt, erklärt:

In vielen dieser Länder funktioniert das Rechtssystem nicht. Darunter leiden vor allem arme Menschen, die sich nicht selbst vor Gewalt und Unrecht schützen können. International Justice Mission arbeitet dort eng mit den Behörden zusammen. Auf diese Weise hilft IJM, Recht auch für Arme durchzusetzen und Sklaverei, Menschenhandel sowie sexuelle und wirtschaftliche Ausbeutung effektiv zu bekämpfen. Diese Programmatik überzeugt, nicht nur durch die konkrete Fallarbeit, sondern auch durch den Fokus auf Systemreform, nachhaltige Erfolgssicherung und regelmäßige externe Evaluation.

Ratsmitglied Prof. Volker Wieland ist seit 2010 enger Berater von IJM Deutschland e. V. und seit 2012 Teil des ehrenamtlichen Präsidiums, das die strategische Ausrichtung des Vereins verantwortet und den Vorstand überwacht und berät.

IJM dankt den Wirtschaftsweisen für ihre Unterstützung

Dietmar Roller, Vorstandsvorsitzender von IJM Deutschland, beglückwünschte die Preisträger nach der Verleihung in Frankfurt am Main: „Ich gratuliere den Mitgliedern des Sachverständigenrates zu ihren Verdiensten um die deutsche Wirtschaftspolitik und ihre Auszeichnung als Vordenker.“ Insbesondere freut er sich über die Unterstützung der Arbeit von IJM: „Den Wirtschaftsweisen gilt mein großer Dank, das Preisgeld der Bekämpfung von Sklaverei zu widmen. Damit schenken sie dem leider noch zu wenig beachteten Thema Sklaverei besondere Aufmerksamkeit und helfen mit ihrer großzügigen Spende, dieses Verbrechen nachhaltig zu bekämpfen.“

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