Philippinen: IJM versorgt Polizei mit Schutzausrüstung

PhilippinenWeltweite Arbeit
24. 04. 2020, 14:00 Uhr

„Gerade jetzt ist die Arbeit der Beamten unersetzlich“, sagt Gideon Cauton von IJM auf den Philippinen. Damit meint er neben dem Einsatz der Polizei zur Bekämpfung der Corona-Pandemie den dringenden Schutz für Tausende Kinder, die jetzt besonders gefährdet sind, Opfer sexueller Ausbeutung im Internet zu werden. Da es an Schutzausrüstung für die zuständigen Polizeieinheiten fehlte, stellte IJM die Versorgung sicher.

Besonderer Einsatz in der Bekämpfung von Internet-Verbrechen an Kindern nötig

Weltweit liegt die Aufmerksamkeit der Behörden auf der Bekämpfung des Corona-Virus. Auch auf den Philippinen sind Regierungen und die Polizei stark beansprucht. Doch gerade jetzt brauchen Tausende Kinder im Land ihren besonderen Schutz. Durch die weltweite Krise und dem damit verbundenen Lockdown sind sie einem erhöhten Risiko ausgesetzt, online ausgebeutet zu werden. Dies fürchten neben IJM auch Unicef, Europol und andere Experten.

Denn Täterinnen und Täter auf den Philippinen wähnen sich in Sicherheit, im Trubel der Pandemie unentdeckt und damit straffrei zu bleiben. Dem stellen sich die Behörden mit aller Kraft entgegen. IJM unterstützt sie dabei. Seit 20 Jahren kämpfen wir mit ihnen Seite an Seite gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern.

Schutz für die, die schützen

Doch gerade weil die Polizei zurzeit verstärkt im Einsatz sein muss, ist ihr Schutz vor einer Erkrankung durch Covid-19 essentiell. Weltweit und auch auf den Philippinen sind bereits zahlreiche Strafverfolgungsbeamte erkrankt und gestorben. Um speziell den Schutz aller zuständigen Beamten für die Bekämpfung von sexueller Online-Ausbeutung zu garantieren, versorgte IJM alle Einheiten, die dem Philippinischen Zentrum gegen Internet-Verbrechen an Kindern (PICACC) zugeordnet sind. IJM verteilte 300 waschbare Gesichtsmasken, 100 durchsichtige Augenschutze und 750 medizinische Schutzhandschuhe.

Strafverfolgung gebietet Verbrechen Einhalt

Die dem PICACC zugeordneten Beamten helfen nicht nur weiterhin bei den verstärkten Quarantänemaßnahmen. Sie setzen auch ihre Arbeit fort, Kinder aus sexueller Ausbeutung im Internet zu befreien und diejenigen, die von ihrem Missbrauch profitieren, aufzuspüren. Zwei Verhaftungen auf den Philippinen und eine Verurteilung in Australien bestätigt ihren erfolgreichen Einsatz.

Die Strafverfolgung von Täterinnen und Tätern ist grundlegend dafür, dass die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Internet jetzt in der Krise nicht massiv ansteigt und gibt betroffenen Kindern Hoffnung, in Sicherheit gebracht zu werden.

IJM unterstützt Behörden aus dem Home-Office

„Die Arbeit spezialisierter Polizeieinheiten gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Internet ist gerade jetzt unersetzlich. Wir fühlen uns verpflichtet die zu schützen, die an der Seite der Schutzlosen stehen“ sagt Gideon Cauton, leitender Direktor für Ermittlung und Strafverfolgung von IJM auf den Philippinen.

IJM schult Beamte in der Ermittlung von Hinweisen auf sexuelle Ausbeutung von Kindern, die ausländische Strafverfolgungsbehörden an die philippinische Polizei weiterleiten. Außerdem unterstützt IJM die Befreiung und Strafverfolgung von konkreten Fällen - zurzeit aus dem Home-Office. Doch trotz der Ausgehbeschränkungen geht die Arbeit fast ungehindert weiter. Ein Großteil der Ermittlung findet auch sonst am Computer statt.

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