Slide background

IJM-Befreiung auf den Philippinen:

Fünf Mädchen jahrelang in Kinderpornografie ausgebeutet

Philippinen - Aus unserem Fallarbeitsbüro in Manila erreicht uns eine erfreuliche, aber auch zugleich schockierende Nachricht: Vor Ort unterstützten unsere Mitarbeiter die philippinische Polizeieinheit „National Bureau of Investigations“ (NBI) bei der Befreiung von fünf Mädchen im Alter zwischen neun und zwölf Jahren.
Sie wurden, teils von ihren Verwandten, zu sexuellen Darstellungen gezwungen, die live über eine Webkamera auf der ganzen Welt von Kunden gesehen werden konnten.
Während wir glücklich und dankbar sind, dass es uns erneut gelungen ist, Kinder aus diesem Alptraum zu befreien, sind wir auch schockiert, unter welch unbeschreibbaren Umständen viele Kinder leben müssen.

Polizei und IJM überrascht Täter und unterbricht pornografische Aufzeichnungen

Am frühen Morgen des 15. Oktober 2015 stürmten die Polizisten mit unseren Ermittlern in ein Haus, das zuvor als ein zentraler Ort für die Produktion von Cybersexvideos identifiziert wurde. Die Täter wurden auf frischer Tat ertappt: In dem kargen Raum standen Kinder vor einer Kamera, die gerade mit einer Sexshow anfangen sollten. Sofort wurden die Aufnahmen abgebrochen und die Täter verhaftet.
Die insgesamt fünf Mädchen, die verängstigt und eingeschüchtert das Geschehen beobachteten, wurden in Begleitung unserer Sozialarbeiterinnen in Sicherheit gebracht.

Philippinen

Die „Show“ vor der Kamera

Später erzählte eines der Mädchen den Behörden, dass sie und andere Mädchen mehrmals dazu gezwungen wurden, eine Show vor der Kamera vorzuführen, wobei sie sich entkleiden mussten. Auf dem Computer vor ihnen sahen sie live das Gesicht eines älteren amerikanischen Mannes, der ihnen zuschaute.
Ein anderes Mädchen berichtete, sie sei zu solchen Handlungen bereits seit 2014 gezwungen worden.

Der schnelle weltweite Verbreitung des Internets trägt gerade in Entwicklungsländern zu einem dramatischen Anstieg von kinderpornografischen Videos bei. IJM ist auf den Philippinen seit einigen Jahren regelmäßig mit Fällen von Cybersex konfrontiert.
Durch die gute Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden können daher – wie in diesem aktuellen Fall – Befreiungen sowie das weitere strafrechtliche Vorgehen zuverlässig durchgeführt werden, um angemessene Urteile vor Gericht zu erreichen.

Die Chance auf eine angstfreie Kindheit

Die fünf Mädchen erhielten sofort nach der Befreiung therapeutische Hilfe. IJM wird sicherstellen, dass sie eine passende psychosoziale Betreuung bekommen, die ihnen hilft, das Erlebte zu verarbeiten.

Für unsere Anwältin Lisa Guevara-Garcia in Manila ist die Befreiung eine weitere Bestätigung, entschlossen gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern auf den Philippinen vorzugehen:

“Ich weiß, dass es sich lohnt, für jedes Kind zu kämpfen", sagt sie: "wieder in Sicherheit hat es die Chance, endlich Kind sein zu dürfen: frei von Angst und frei von Missbrauch.”

Der Missbrauch von Kindern kann verhindert werden

Fälle wie diese lassen uns innehalten und machen uns neu bewusst, dass wir genau dort sind, wo wir als IJM gebraucht werden. Mit Ihrer Hilfe können wir weitere Fälle von Kindesmissbrauch aufdecken und die Kinder befreien. Mit einer regelmäßigen Spende können Sie dazu beitragen, dass IJM rund um die Uhr nach betroffenen Kindern sucht und ihnen Freiheit schenkt.

25 Euro ermöglichen nach der Befreiung die Erstausstattung (Zahnbürste, Kleidung, Teddybär, etc.) für Opfer.
40 Euro kosten Ermittlungen für eine Undercover-Operation pro Tag und
400 Euro decken die Kosten für einen Anwalt von IJM für etwa eine Woche.

 

Spenden
 

 

November 2015

Folge uns: