Rechercheplattform

Auf der IJM-Recherchenplattform finden Sie wichtige Berichte und Quellen zu den Themen Menschenhandel, Zwangsprostitution und Sklaverei.

Wissenschaftliche Studien über die Herangehens- und Arbeitsweise von IJM finden Sie hier.

Palermo-Protokoll

Das "Zusatzprotokoll zur Verhütung, Bekämpfung und Bestrafung des Menschenhandels, insbesondere des Frauen- und Kinderhandels zum Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität" ist ein Meilenstein im Kampf gegen den Menschenhandel. Außerdem wird in Artikel 3 eine Definition von Menschenhandel festgelegt:

„Im Sinne dieses Protokolls bezeichnet der Ausdruck "Menschenhandel" die Anwerbung, Beförderung, Verbringung, Beherbergung oder Aufnahme von Personen durch die Androhung oder Anwendung von Gewalt oder anderen Formen der Nötigung, durch Entführung, Betrug, Täuschung, Missbrauch von Macht oder Ausnutzung besonderer Hilflosigkeit oder durch Gewährung oder Entgegennahme von Zahlungen oder Vorteilen zur Erlangung des Einverständnisses einer Person, die Gewalt über eine andere Person hat, zum Zweck der Ausbeutung. Ausbeutung umfasst mindestens die Ausnutzung der Prostitution anderer oder andere Formen sexueller Ausbeutung, Zwangsarbeit oder Zwangsdienstbarkeit, Sklaverei oder sklavereiähnliche Praktiken, Leibeigenschaft oder die Entnahme von Organen“

Hier geht es zum Palermo-Protokoll.

Global TIP Report

Im "Global Report on Trafficking in Persons" der UN wird der Fortschritt der Umsetzung des Palermo-Protokolls in den Mitgliedsstaaten festgehalten. Enthalten sind außerdem ein globaler Überblick über die aktuellen Formen von Menschenhandel sowie regionale Übersichten und Länderprofile.

Wichtig: Die verwendeten Zahlen beruhen auf offiziellen Daten von aufgedeckten Fällen und bilden aufgrund der hohen Dunkelziffer bei Menschenhandel daher nicht die tatsächlichen Ausmaße ab:

Report 2016

 

US Trafficking in Persons Report

Für ihre diplomatische Arbeit, teilt die US-Regierung Länder in drei Stufen ein, abhängig davon, wie viel sie für die Bekämpfung von Menschenhandel aufwenden. Hierzu wurden Minimalstandards für die Beseitigung von Menschenhandel ("minimum standards for the elimination of trafficking“, Trafficking Victims Protection Act) festgelegt.

Jedes Jahr wird ein neuer Bericht herausgegeben, in dem Länder in das Drei-Stufen-Modell eingeordnet werden und die Einordnung begründet wird. Hier geht es zum US Trafficking in Persons Report.

Profits and Poverty – The Economics of Forced Labour

Dieser Bericht der International Labour Organisation (ILO) versucht die Profite, die weltweit aus Zwangsarbeit erzielt werden, zu schätzen. Außerdem geht er darauf ein, wie Zwangsarbeit, Menschenhandel und Sklaverei gemessen werden kann und welche Faktoren Menschen verwundbar gegenüber Zwangsarbeit machen. Den Bericht finden Sie hier.

ILO Global Estimate of Forced Labour – Results and Methodology

Der Bericht der International Labour Organisation (ILO) beinhaltet eine Schätzung von Zwangsarbeit weltweit. Die Daten sind außerdem aufgeteilt nach Formen von Zwangsarbeit, Geschlecht, Alter, Region und Migrationsinformationen der Opfer. Teil des Berichtes ist auch das methodologische Vorgehen. Die Zahlen in diesem Bericht werden von diversen Institutionen als konservativ eingeschätzt. Den Bericht finden Sie hier.

Hard to see, harder to count – Survey Guidelines to Estimate Forced Labour of Adults and Children

Dieses Dokument der International Labour Organisation (ILO) enthält präzise Informationen zur Messung von Zwangsarbeit. Von Indikatoren und Messinstrumenten über Fragebogendesign bis ethischen Regeln für die Erhebung von solchen Daten ist alles enthalten. Das Dokument finden Sie hier.

Voices of the Poor

In den drei Bänden lässt die Weltbank die Armen selbst zu Wort kommen zu der Frage, was Armut ausmacht. Über 60.000 Menschen aus 60 Ländern wurden befragt.

Can anyone hear us? – 1999 

Crying out for Change – 2000

From Many Lands – 2002

Making the Law Work for Everyone

In ihrem Bericht “Making the Law Work for Everyone” geht die "Commission on Legal Empowerment of the Poor" darauf ein, dass schätzungsweise vier Milliarden Menschen weltweit keinen Zugang zum Rechtssystem haben. Gleichzeit macht die Kommission Vorschläge, wie Recht auch für Arme möglich gemacht werden kann.

Bericht Vol I

Bericht Vol II

Global Status Report on Violence Prevention 2014

Der Bericht der World Health Organisation (WHO) bietet einen breiten empirischen Überblick über das Thema Gewalt, seine Folgen und, was Staaten dagegen unternehmen. Hier geht es zum Global Status Report on Violence Prevention 2014.

World Report on Violence against Children

Der Bericht der UNICEF bietet einen weltweiten Überblick über Gewalt gegen Kinder und gibt Empfehlungen zu Prävention und Umgang mit dem Problem. Hier geht es zum World Report on Violence against Children.

Walk Free Foundation – Global Slavery Index

Das Team um Fiona David und Kevin Bales macht hier den Versuch einer Schätzung des Ausmaßes der weltweiten Sklaverei. Der Index geht auf Verwundbarkeit in Bezug auf Menschenhandel, Vorkommen und Reaktion von Regierungen ein.

www.globalslaveryindex.org

Publikationen

Bales, Kevin: Moderne Sklaverei, Gerstenberg Verlag 2008.

Haugen, Gary A., Boutros, Victor: Gewalt - Die Fessel der Armen, Springer Verlag 2015.

Haugen, Gary A., Boutros, Victor: The Locust Effect: Why the End of Poverty Requires the End of Violence, Oxford University Press 2014.

Film

Kavi, Nein zu Kinderarbeit. Ein Film von Gregg Helvey, Evangelisches Zentrum für entwicklungsbezogene Filmarbeit, Stuttgart 2013.