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Landraub – schwanger und bedroht

Uganda - Claire lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Kampala. Nach dem Tod ihres Mannes kümmerte sich die schwangere Witwe allein um ihre fünf Kinder. Eines Tages kam der Sohn ihres Schwagers zu ihr und forderte ihr Grundstück. Sie sollte es sofort verlassen.

Landraub in Uganda

Die gesamte Ernte zerstört

Kurz nach dem Tod ihres Ehemannes verlangte seine Familie, dass Claire seinen Bruder heiratet. Entsetzt weigerte sie sich. Wütend darüber zerstörte des Sohn ihres Schwagers und seine Verwandten Claires Kaffee- und Gemüseplantagen. Da die Ernte ihr Einkommen sicherte, konnte Claire für die Schulgebühren ihrer Kinder nicht mehr aufkommen – sie mussten die Schule verlassen.

Vermittlungsversuche gescheitert

Mehrmals wurde versucht, zwischen Claire und dem Mann zu vermitteln – doch er hörte nicht auf, sie und ihre Kinder zu bedrängen. Mehr noch, er wurde immer gewalttätiger und versuchte Claire zu zwingen, ihr Land zu verlassen.

Als Claire einen Polizisten um Hilfe bat, riet er ihr lediglich, sich vor ihm in Sicherheit zu bringen. Den gewalttätigen Mann stoppte er nicht. Aus Angst um ihr Leben und das Leben ihrer Kinder, floh Claire.

Mit einer Machete bedroht

Als Claire eines Tages auf ihr Grundstück zurückkehrte, um etwas zu essen für ihre hungernden Kinder zu suchen, tauchte der Mann auf einem Motorrad auf und schrie: „Heute töte ich dich“. Er griff nach einer herumliegenden Machete, die Claire zum Ernten benutzte, und schnitt dabei ihre Hände auf. Verwundet rannte sie um ihr Leben.

IJM übernimmt Claires Fall

Nachdem IJM von Claires Bedrohung erfahren hatte, kümmerten sich Anwälte und Sozialarbeiterinnen von IJM sofort um die Mutter und ihre inzwischen sechs Kinder. Gemeinsam mit der Polizei wurde der Sohn von Claires Schwager nach einer längeren Suche gefunden und endlich verhaftet. Zwei Tage später wurde er angeklagt und ist jetzt in Untersuchungshaft.

„Der Fall von Claire zeigt, dass Witwen und Waisen in Uganda der Gewalt solange schutzlos ausgeliefert sind, bis Behörden eingreifen und die Straftäter verhaften“, sagt Kathryn Wilkes, Leiterin unseres Projekts in Kampala.

Mit ihrem Team unterstützt und bildet sie Polizisten weiter, um Betroffene von Landraub zu schützen und zu verteidigen.

Landraub in Uganda

Claire Tumushabe und Kathryn Wilkes, Leiterin des IJM-Projekts in Kampala (v.l.n.r.)

Wieder zu Hause

IJM half Claire, ihr Haus wieder aufzubauen und ihren Gemüsegarten neu zu bepflanzen. Durch die Betreuung unserer Sozialarbeiterinnen haben sich Claire und ihre Kinder von dem Erlebten erholt und leben nun wieder sicher in ihrem Zuhause.
Ein Anwalt von IJM klärte die Familie von Claires Ehemann und die gesamte Dorfgemeinschaft über Landraub und die geltenden Rechte von Witwen und Waisen in Uganda auf. Für die meisten von ihnen waren diese Informationen neu – und sie haben Claires Anrecht auf das Grundstück anerkannt.

Claires Geschichte zeigt uns, dass unsere Arbeit wirkt - bitte helfen Sie uns mit einer Spende, noch mehr Witwen und Waisen in Uganda ihr Zuhause zurückzugeben.

 

Spenden
August 2016

 

Landraub in Uganda

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