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Befreiung aus sexueller Ausbeutung

Das beste Geschenk zum 13. Geburtstag für Karla*

Santo Domingo, Dominikanische Republik, März 2017. Karla* hat ihren 13. Geburtstag mit Kuchen und Kerzen gefeiert. Das wäre gestern nicht denkbar gewesen. Verschleppt und vergewaltigt für den Profit skrupelloser Menschenhändler sah Karlas Alltag dunkel und traurig aus. Doch ihr 13. Geburtstag sollte alles verändern:

Mithilfe der lokalen Behörden konnte IJM Karla, ihre ältere Schwester und ein 11-jähriges Mädchen aus ihrer Not befreien. Die drei Kinder wurden in eine staatliche Nachsorgeeinrichtung gebracht, in der sie nun in Sicherheit sind und begleitet werden, mit dem Erlebten umzugehen.

Die Kinder stammen aus sehr armen Familien. Extreme Armut ist eine der Ursachen dafür, dass junge Mädchen in der Dominikanischen Republik Opfer von Menschenhandel werden. Ihre Eltern schicken die Kinder in die Stadt zum arbeiten. Doch Menschenhändler nehmen sich den schutzlosen Kindern an und missbrauchen sie für ihre Zwecke. Umso wichtiger ist es, dass die Gesetze gegen dieses Verbrechen strikt angewandt werden. Kriminelle dürfen sich nicht länger in Straffreiheit wähnen, sondern müssen sich vor Gericht für ihre Handlungen verantworten.

Am 8. März konnte die dominikanische Polizei mit Unterstützung von IJM den Verdächtigen festnehmen. Er sieht nun einer Anklage wegen Menschenhandel und sexueller Ausbeutung von Minderjährigen entgegen. Die Ermittlungen, die IJM vorlegen konnte, sprechen gegen ihn. Anwälte von IJM werden jetzt sicherstellen, dass das Gerichtsverfahren in die Wege geleitet wird und es zur Verhandlung kommt.

Die Familien der drei Mädchen waren bei der Befragung durch die Polizei und die Besprechung der nächsten Schritte dabei. So konnten sie nachvollziehen, warum es für die Mädchen jetzt wichtig ist, in der nächsten Zeit professionell in einer Nachsorgeeinrichtung begleitet zu werden und erst danach nach Hause zurück zu kommen.

„Wir sind dankbar für die gute Zusammenarbeit mit den Behörden. Dadurch sind wir in der Lage, Opfer von Sexhandel sicher unterzubringen und dafür zu sorgen, dass sie die Hilfe bekommen, die sie brauchen“, sagt Daisy Nunez Leiterin der Nachsorge. „Und wir freuen uns über die Beteiligung der Familien in diesem Fall, denn so können auch sie zum Heilungsprozess der Mädchen beitragen.“

* Um unsere jungen Klientinnen zu schützen, verwenden wir ein Pseudonym und zeigen keine Bilder der Mädchen.

Ein Strand in der Nähe des Ortes, an dem die drei Mädchen ausgebeutet wurden.

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