IJM in Afrika

Wählen Sie eine Region aus, um mehr Informationen über die dortigen Projekte zu erhalten

map

Ghana

Kampf gegen Kindersklaverei auf Volta-Stausee

Zehntausende Kinder arbeiten auf dem 8.500 Quadratkilometer großen Volta-See in der Fischerei. Viele von ihnen sind versklavt. Experten in Ghana schätzen die Zahl der Jungen, die brutal zur Arbeit gezwungen werden, auf 35.000 bis 50.000 – einige sind kaum älter als vier Jahre. Menschenhändler verkaufen die Kinder an Bootsbesitzer, die sie zum Fischen zwingen. Manche Kinder arbeiten bis zu 18 Stunden am Tag. Sie fischen nachts im Dunkeln auf dem Wasser. In den wackligen Holzbooten haben sie große Angst, weil sie nicht schwimmen können. Immer wieder ertrinken Kinder. Ihre Körper sind voller Narben und spiegeln jahrelange knochenharte Arbeit und Gewalt durch die Bootsbesitzer wieder.

Projektziel

IJM arbeitet seit 2014 mit der Regierung zusammen an der Ermittlung und Befreiung von Kindern sowie an der Strafverfolgung der Täter. Gemeinsam soll ein Modell zur Bekämpfung von Kindersklaverei entwickelt werden, sodass bald kein einziges Kind mehr zum Fischen gezwungen wird.

Fortschritte

Inzwischen konnten Ermittler von IJM mit der Polizei über 100 Kinder befreien, die in der Fischerei versklavt waren. Anwälte von IJM erreichten 2016 ihre erste Verurteilung von einem Bootsbesitzer wegen Kinderhandel. Ein starkes Zeichen, dass die Ausbeutung von Kindern nicht straffrei bleibt.

IJM Ghana

Accra, Ghana
Eröffnet 2014
Fokus
Kindersklaverei auf Volta-Stausee beenden
pdf
Kurzvorstellung
pdf
Studie zur Häufigkeit von Kindersklaverei am Volta-Stausee, 2016
map

Uganda

Witwen und Waisen vor Landraub schützen

Landraub stürzt Witwen und Waisen in existenzielle Not. Eine einfache Hütte oder ein kleines Haus mit einem Gemüsegarten stellt für viele arme Familien nicht nur ihre Unterkunft, sondern auch ihre Nahrungs- und Einkommensquelle dar. Doch für viele Witwen ist ihr Land nach dem Tod ihres Ehemannes nicht sicher, weil sie keinen Besitznachweis haben. Diesen Umstand nutzen Landräuber aus. Nachbarn und Verwandte des verstorbenen Mannes verjagen sie von ihrem Grund und Boden und lassen die Witwen und ihre Kinder verzweifelt, mittellos und verängstigt zurück.

In vielen ländlichen Gebieten ist beinahe jede dritte Witwe von Landraub betroffen. Das Gesetz garantiert die Gleichheit von Mann und Frau in Bezug auf Land- und Erbrechte. Dem entgegen steht jedoch die traditionelle Rechtsauffassung, die in ländlichen Regionen verbreitet ist und für viele Täter Landraub legitimiert.

Projektziele

IJM steht betroffenen Witwen und Waisen in Kampala und Gulu zur Seite. In Zusammenarbeit mit der Regierung und den verantwortlichen Behörden vor Ort werden Fälle aufgeklärt und Beamte geschult, damit Landraub effektiver bekämpft wird. In Kampala ist IJM seit 2002 im Einsatz. Neben einer bisher einzigartigen Studie zur Häufigkeit von Landraub in Mukono County (bei Kampala) leistet das Team verstärkt politische Arbeit für unser Anliegen. Seit 2012 unterstützt ein weiteres IJM Büro die Aufklärung von Fällen in Nord-Uganda, Gulu.

Fortschritte

Über 1.100 Witwen und Waisen konnten wir helfen, wieder sicher in ihrem Zuhause zu leben. Mehr als 300 Polizisten und rund 2.000 andere Beamte wurden seit 2012 geschult, um Landraub effektiver zu bekämpfen. Sie unterstützen die Aufklärung in der ländlichen Bevölkerung und erklären, wie Betroffene Fälle melden können.

IJM Uganda

map

Kenia

Willkürliche Polizeigewalt beenden

Die kenianischen Gefängnisse sind überfüllt und halten zahlreiche Unschuldige fest. Korrupte Polizisten machen Unschuldige für beliebige Verbrechen verantwortlich, damit der tatsächliche Täter nicht verfolgt wird oder damit ihre Aufklärungsquote stimmt. Die Opfer warten meist jahrelang in Untersuchungshaft. Ohne einen Anwalt haben sie keine Chance, der rechtswidrigen Festnahme zu entkommen.

Illegale Inhaftierungen führen dazu, dass die tatsächlichen Verbrecher weiterhin auf freiem Fuß sind. Das hat weitreichende Folgen: Wenn auf die Polizei keinerlei Verlass mehr ist, bleiben Gewaltopfer schutzlos. Darunter leiden besonders arme Menschen.

Projektziel

Seit 2001 unterstützen wir die Regierung dabei, das Rechtssystem in Kenia zu stärken. Dazu gehört eine unbestechliche Polizei, die für das Recht und die Sicherheit aller Bürger einsteht. Anwälte von IJM setzen sich in Fällen von rechtswidriger Polizeigewalt für die Opfer ein. Darüber hinaus klärt IJM in Kenia Fälle von sexueller Gewalt an Kindern auf. Durch die Schulung von Behörden wird die Aufklärung der Fälle verbessert.

Fortschritte

Anwälte von IJM erreichten für über 180 unschuldige Frauen und Männer eine Freilassung aus dem Gefängnis. 2016 schafften Anwälte von IJM einen Präzedenzfall durch die Verurteilung eines Polizisten in einem Mordfall.

IJM Kenia

Nairobi, Kenia
Eröffnet 2001
Fokus
Willkürliche Polizeigewalt und sexuelle Gewalt an Kindern stoppen
pdf
Kurzvorstellung
Spenden