Finanzen und Mittelverwendung

Ihre Spende kommt an.

Im Jahresbericht 2015 erfahren Sie, wie IJM wirkt. Gerne können Sie das gedruckte Exemplar kostenfrei bei uns bestellen: info@ijm-deutschland.de
Im Jahresbericht 2014 erfahren Sie, was IJM im Jahr 2014 geschafft hat.

Im Projektbericht 2013 und im Projektbericht 2014 aus dem IJM-Büro in Mumbai erfahren Sie mehr über die Arbeit vor Ort.

Was passiert mit Ihrer Spende?

Uns zugewandte Spenden kommen vor allem unseren IJM-Partnerbüros in Mumbai (Indien), Gulu und Kampala (Uganda) und Santo Domingo (Dominikanische Republik) zugute. Zu diesen Büros hält IJM Deutschland enge Partnerschaften.

Über den dortigen Bedarf hinaus unterstützt Ihre Spende ebenso die anderen internationalen IJM-Büros im Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen. Die Mittelverwendung im Ausland wird im Rahmen der durch die deutschen Finanzämter geforderten Voraussetzungen für eingetragene gemeinnützige und mildtätige Vereine nachgewiesen. Dadurch ist garantiert, dass Ihre Spende dort ankommt, wo sie benötigt wird.

Wirkungsbericht

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UNSERE ARBEIT in Mumbai, Indien

Das IJM-Büro in Mumbai hat sich auf den Kampf gegen Zwangsprostitution spezialisiert. Seit 2000 kämpfen unsere Mitarbeiter für die Freiheit und Wiederherstellung der Opfer und garantieren, dass die Täter für ihre Verbrechen strafrechtlich verfolgt werden. Menschenhandel zum Zwecke der Zwangsprostitution macht in Indien mehr Kinder zu Opfern, als überall sonst in der Welt.

Menschenhandel ist nach indischem Recht ausdrücklich verboten. Tief verwurzelte Strukturprobleme verhindern jedoch häufig die strikte Durchsetzung des Verbots. Betroffene von Menschenhandel haben deshalb kaum Schutz vor skrupellosen Menschen, die sie durch physische und psychische Gewalt, Täuschung und Erpressung missbrauchen. Mumbai ist mit über 14 Millionen Einwohnern eine der bevölkerungsreichsten Städte der Welt. Die Region um die Megastadt ist die fünftgrößte Metropole der Welt. Über die Hälfte der Einwohner leben in Slums. Dort gehören Unterernährung, Gewalt und Krankheit zum Alltag. Die bittere Armut treibt viele junge Frauen in die Fallstricke von Sklaverei.

IJM Mumbai kümmert sich in der Nachsorge der Betroffenen deshalb auch um die beruflichen Perspektiven von Mädchen und jungen Frauen. Durch Ausbildungen und Schulunterricht sollen sie selbstbewusst und eigenständig leben und sich und ihre Familie versorgen können. Somit wird verhindert, dass sie wieder in den Kreislauf von Armut und Sklaverei geraten.

UNSERE ARBEIT in Gulu und Kampala, Uganda

IJM setzt sich in Uganda seit 2002 für Witwen und Waisen ein, die keine Existenzgrundlage mehr haben, weil ihnen ihr Land geraubt wurde. Mit der Eröffnung eines Büros in Gulu im Oktober 2012 reagierte IJM insbesondere auf die große Notlage im Norden Ugandas: Unter Führung von Joseph Kony verbreiteten die Rebellen der Widerstandsbewegung Lord’s Resistance Army Terror und Chaos.

Millionen Menschen wurden dazu gezwungen, ihre Häuser zu verlassen. Als die Widerstandsbewegung zerschlagen wurde und Kony geflohen war, kehrten die zahlreichen Familien nach Hause zurück. Bei ihrer Rückkehr mussten die Menschen feststellen, dass ihr Land besetzt wurde, und zwar von ihren Nachbarn, die ihnen mit Gewalt begegnen. In vielen Fällen fehlt der Schutz durch die Polizei und die Hilfe der Behörden, den eigenen Besitz offiziell nachweisen zu können.

IJM kämpft zusammen mit lokalen Regierungsbehörden für die Rechte der Familien, denen ihr Land und damit ihre Lebensgrundlage geraubt wurde.

UNSERE ARBEIT in Santo Domingo, Dominikanische Republik

Das Partnerbüro in der Dominikanischen Republik rettet und befreit Kinder, die Opfer von Sexhandel geworden sind. Sowohl Mädchen als auch Jungen werden dazu gezwungen sich zu prostituieren. Die Dominikanische Republik ist ein kleines Land mit etwa zehn Millionen Einwohnern. Als beliebter Urlaubsort ist der Tourismus im Land ein wesentlicher Wirtschaftszweig.

Menschenhändler locken Kinder aus ärmeren Städten – oder auch aus der Grenzregion zu Haiti – an mit dem Versprechen auf einen guten Job und ein besseres Leben. Doch diese Versprechen entpuppen sich schnell als Lügen. Mädchen werden gezwungen sich herauszuputzen, eine falsche Identität anzunehmen und sich auf der Straße für Sex zu verkaufen – an einheimische und ausländische Kunden. Die meisten Mädchen, denen unsere Ermittler begegnet sind, sind zwischen 13 und 17 Jahre alt.

IJM steht in enger Kooperation zur Regierung, die bereit ist diesen Verbrechen entgegenzuwirken und Kinder zu schützen.

Kosten unserer Arbeit

Hier finden Sie eine Auflistung der durchschnittlichen Kosten, die weltweit in den Einsatzbüros von IJM entstehen

  • 25 Euro ermöglichen die Erstausstattung (Zahnbürste, Kleidung, Teddybär, etc.) für Opfer nach der Aufnahme in eine Nachsorge-Einrichtung unmittelbar nach der Befreiung
  • 40 Euro kosten Ermittlungen für eine Undercover-Operation pro Tag
  • 90 Euro finanzieren eine dreitägige "Schulung" für eine aus Sklaverei befreite Familie. Dort werden grundlegende Fähigkeiten vermittelt, wie die Jobsuche, die Eröffnung eines Sparkontos etc.
  • 200 Euro decken für sechs Tage die anfallenden Kosten in einer Nachsorge-Einrichtung
  • 400 Euro decken die Kosten für einen Anwalt von IJM für etwa eine Woche
  • 770 Euro decken die Kosten für eine 20-tägige Ermittlungsoperation
  • 1.300 Euro decken alle Kosten in einem IJM Einsatzbüro für einen Tag
  • 3.100 Euro kostet ein neues Zuhause für eine Witwe, die Opfer illegaler Landwegnahme wurde und deren Haus zerstört wurde
  • 3.500 Euro betragen die durchschnittlichen Kosten für eine Rettungsoperation von Opfern sexueller Ausbeutung und Menschenhandel
  • 6.500 EUR decken für eine Woche die Kosten in einem IJM Einsatzbüro
  • 13.800 EUR sind die jährlichen Kosten, um einen Anwalt Vollzeit für die Vertretung von Unterdrückten zu beschäftigen

Die Angaben beruhen auf aktuellen Mittelwerten (Stand: Oktober 2014)

Mittelverwendung

Als International Justice Mission verpflichten wir uns gegenüber unseren Spendern durch effiziente Arbeit und intelligente Verteilung zu gewährleisten, dass uns zugewendete Spendengelder zweckgerichtet, sparsam und wirtschaftlich verwendet werden.

IJM wird in den USA regelmäßig mit dem Spendensiegel Charity Navigator ausgezeichnet. Der Charity Navigator ist eine Institution, die wohltätige Non-Profit-Organisationen (NPO) bewertet und ihnen Spendensiegel verleiht, wenn sie gewisse Kriterien erfüllen. Das Hauptfeld der Bewertung des Charity Navigators ist die finanzielle Solidität einer NPO, damit Spender besser beurteilen können, wie viel ihrer Spenden in die Hilfsprojekte vor Ort fließt. Der Umsatz unserer Organisation lag im Jahr 2012 bei 37,8 Millionen USD, finanziert durch 72 Prozent private Spenden und 15 Prozent Spenden von Stiftungen und Zuschüssen der Regierung. Spenden werden immer dort eingesetzt, wo IJM diese am dringendsten braucht.

Die Mittel aus Deutschland für die internationale Arbeit kommen zur Zeit hauptsächlich den Einsatzbüros in Indien, Uganda und der Dominikanischen Republik zugute.

Helfen Sie mit, die Kosten der Arbeit zu decken und Gerechtigkeit Wirklichkeit werden zu lassen!