Mein Einsatz gegen Sklaverei: Spender im Portrait.

IJM Deutschland
06. 02. 2018, 16:00 Uhr

Wer sind die Menschen, die es nicht ertragen können, dass andere Menschen versklavt und als Ware verkauft werden? Lesen Sie in unserer Reihe Spenderportraits, was die neuen Schuhe einer jungen Mutter mit International Justice Mission zu tun haben.

Liebe Sara, wie sind Sie auf IJM aufmerksam geworden?

Vor einiger Zeit war ich auf einem Frauentag zum Thema Sklaverei. Dort waren unterschiedliche Organisationen vertreten, unter anderem auch IJM. An dem Tag war ich betroffen, weil es mir nicht bewusst war, dass es Sklaverei immer noch gibt – vor allem in diesem Ausmaß. Ich hab mir vorher keine Gedanken dazu gemacht, dass in anderen Ländern die Rechtssysteme keinen Schutz bieten. Man muss ja noch nicht einmal in den asiatischen Raum reisen, um festzustellen, dass Menschen noch immer verkauft werden. Das passiert selbst in Europa.

Was hat Sie motiviert, aktiv zu werden und zu spenden?

Seit dem Tag habe ich das Thema im Kopf gehabt. Ich wusste, es gibt Organisationen, die gegen Menschenhandel aufstehen und die Situation verbessern. Ich habe mir mehr Informationen schicken lassen, die mich sehr berührt haben. Damals war ich schon Mama und die Spende der kleinste Schritt für mein Engagement. Anderes war zu dem Zeitpunkt nicht möglich. Am Jahresende habe ich mit meinem Mann überlegt, wohin wir spenden möchten. IJM war mir da noch im Hinterkopf geblieben.

Was schätzen Sie an unserer Projektarbeit im Ausland?

Bei IJM beeindruckt mich eine Sache sehr: Täter werden zur Rechenschaft gezogen. Es bleibt nicht bei der Befreiung von versklavten Menschen als Tropfen auf den heißen Stein. Es wird in die Veränderung von Rechtssystemen investiert, in Ausbildungen von Polizei und Anwälten. Das beeindruckt mich. Der kriminellen Energie von Menschen wird etwas entgegengesetzt: Rechtsschutz. Ich weiß für mich persönlich: wenn mir Unrecht widerfährt, kann ich mir Recht verschaffen. Das muss nicht immer zu meiner vollen Zufriedenheit klappen, aber grundsätzlich bin ich vor Ausbeutung geschützt. Es erschreckt mich, dass es an anderen Stellen in der Welt überhaupt nicht so ist.

Was schätzen Sie an der Arbeit von IJM in Deutschland?

Ich finde es gut, dass so viele Menschen gemeinsam aufstehen und auf diesen Missstand hinweisen, zum Beispiel auf dem Frauentag oder auch durch Aktionen in Fußgängerzonen.

Ich habe eine gute Ausbildung erhalten und halte die Augen nicht völlig verschlossen – trotzdem ist das Thema Sklaverei an mir vorbei gegangen. Deshalb halte ich es für wichtig, dass Menschen dafür sensibilisiert werden.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft von IJM Deutschland?

Ich wünsche mir, dass es noch mehr Möglichkeiten für IJM geben wird, in die Öffentlichkeit zu gelangen. Vielleicht mit einem großen Partner?

Am Ende müssen Sie uns noch verraten, wie Ihre Schuhe mit IJM zusammenhängen!

(lacht) Das hat mit meinem Spendenverhalten zu tun. Als meine Schwester geheiratet hat, wollte ich gern neue Schuhe und ein schönes Kleid kaufen und mir beim Friseur die Haare machen lassen. Dabei kam mir die Idee, den gleichen Betrag, den ich für mich ausgeben werde, auch zu spenden. Ich investiere in schöne Dinge für mich und gebe gleichzeitig etwas weiter. Dieser Gedanke hat mich begleitet, so bleibt mir Spenden im Kopf – und ich denke an IJM, wenn ich diese Schuhe trage.

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