Danke für ein besonderes Jahr 2017!

IJM Deutschland
19. 12. 2017, 15:20 Uhr

Schon wieder ist ein ganzes Jahr vorbei. Spätestens beim obligatorischen Weihnachtsmarktbesuch wird mir das bewusst. Dankbar schaue ich auf ein besonderes Jahr 2017 zurück.

Sklaverei und Menschenhandel werden heute sowohl in der Politik als auch von der Wirtschaft ernster genommen. Mehr Menschen sind informiert, weil die Medien in diesem Jahr den Opfern dieses Verbrechens mehr Aufmerksamkeit gaben. Auch die zahlreichen Aktionen und Vorträge unserer mehr als 400 Ehrenamtlichen in ganz Deutschland, die Menschen in Sklaverei hierzulande eine Stimme gaben, halfen diesem Anliegen ungemein.

150 Milliarden Dollar werden in jedem Jahr durch Menschenhandel erwirtschaftet. Ein gewinnversprechendes Geschäftsmodell für Menschenhändler. Sie setzen Geld, ihren Einfluss und ihre Netzwerke ein, um mit der abscheulichen und würdelosen Ausbeutung und Versklavung von Menschen den höchstmöglichen Gewinn zu erzielen.

Als Spender, Unterstützer, Freunde, Botschafter und IJM-Mitarbeiter haben wir dem Verbrechen dieselben Mittel entgegengesetzt. Zusammen mit unseren Netzwerken, unserem Einfluss und unseren Finanzen kommen wir dem Ziel näher, Sklaverei abzuschaffen

Dafür will ich mich von Herzen bei Ihnen bedanken! Zufrieden können wir auf die Höhepunkte des vergangenen Jahres zurückschauen und uns über jede Einzelne und jeden Einzelnen freuen, die oder der heute befreit ist und Gerechtigkeit erfahren darf!

FORTSCHRITT 2017

  • 4.000+ Betroffene von Gewalt und Sklaverei wurden durch IJM und ausgebildete Partner befreit
  • 3.350+ Betroffene und Familienangehörige erhalten derzeit Hilfe in Nachsorgeeinrichtungen
  • 240 Täter wurden durch gerichtliche Anordnungen inhaftiert oder verurteilt
  • 21.600+ Menschen wurden geschult, darunter Polizeibeamte, Richter, Staatsanwälte, Sozialarbeiter und Personen der Zivilgesellschaft

HÖHEPUNKTE 2017

GHANA: Wir sind dankbar für die neue Regierung, die Kinderhandel proaktiv auf die politische Agenda bringt. Durch die gute Zusammenarbeit mit den Behörden konnten wir in diesem Jahr über 100 Kinder befreien – mehr als je zuvor.

UGANDA: Eine neue Kooperation mit der Kirche von Uganda ermöglicht die Einrichtung mehrerer Rechtshilfeeinrichtungen. Als wichtige außerstaatliche Institution im Landes leistet die Kirche fortan einen entscheidenden Beitrag dazu, dass Witwen und Waisen ihre Landrechte wahrnehmen können.

THAILAND: Sklaverei in Südostasien macht international Schlagzeilen. Im Fokus ist dabei immer wieder die Fischindustrie im Golf von Thailand. Die dort gefangenen Fische und Meeresfrüchte werden auch nach Deutschland importiert. Zusammen mit der Walmart Foundation hat IJM ein neues Projektbüro in Bangkok eröffnet. Gemeinsam mit den lokalen Behörden befreit IJM nun Betroffene von Sklaverei in der dortigen Fischindustrie.

INDIEN: 650 Befreite aus Sklaverei feierten im Rahmen einer Freiheitsfeier den Abschluss ihres Nachsorgeprogrammes. Sie wissen nun nicht nur, wie sie ihre Rechte wahrnehmen und haben Erlebtes überwunden, sondern klären auch in ihrem Umfeld aktiv über Menschenhandel und Sklaverei auf.

DEUTSCHLAND: „Du bist frei – aber Millionen Menschen sind unfrei“ – mit diesem Slogan haben IJM-Botschafter am 18.10., den Europäischen Tag gegen Menschenhandel in zwölf deutschen Städten auf Sklaverei aufmerksam gemacht. Mit starker Stimme forderten sie, den Kampf gegen die Sklaverei auch in Deutschland zur Priorität zu machen.

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